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2:1 gegen Hertha : Leipzig bleibt Spitze

  • Aktualisiert am

Noch immer an der Spitze: Leipzig bleibt Tabellenführer. Bild: Reuters

Leipzig verteidigt die Tabellenführung gegen eine beherzte Hertha BSC. Der Sieg fällt knapp, aber verdient aus. Eine wichtige Stärkung für das Selbstvertrauen der Sachsen.

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          RB Leipzig hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga trotz eines couragierten Auftritts von Hertha BSC erfolgreich verteidigt. Die Sachsen setzten sich am Samstag knapp, aber verdient mit 2:1 (1:1) gegen die Berliner durch und holten sich Selbstvertrauen vor dem schweren Champions-League-Auswärtsspiel bei Manchester United am nächsten Mittwoch.

          Bundesliga

          Vor 999 Zuschauern, darunter auch einige Berliner Anhänger, brachte Jhon Cordoba die Gäste nach einem Konter in der achten Minute in Führung. Nur drei Minuten später markierte Dayot Upamecano mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit Mai 2018 den Ausgleich. Dem eingewechselten Marcel Sabitzer gelang mit einem Foulelfmeter (77.) der Siegtreffer. Der erst zur Halbzeit eingewechselte Deyovaisio Zeefuik musste in der 50. Minute nach zwei Fouls gegen Christopher Nkunku wieder vom Platz. Es war die drittschnellste Gelb-Rote Karte der Bundesliga-Geschichte.

          RB war im Vergleich zum vorigen Bundesligaspiel beim FC Augsburg (2:0) zu Umstellungen in der Abwehr gezwungen. Lukas Klostermann hatte sich in Augsburg am Knie verletzt und musste operiert werden, Marcel Halstenberg fehlte wegen eines Trauerfalls in der Familie. Für sie spielten wie erwartet Willi Orban und Benjamin Henrichs.

          Umstellung verunsichert Leipzig

          Überraschend war, dass Nagelsmann neben Alexander Sörloth auch den weiteren Neuzugang Justin Kluivert für Yussuf Poulsen und Dani Olmo in die Startformation stellte. Bei Hertha rückte Omar Alderete rückte kurzfristig für Marvin Plattenhardt ins Team und gab damit sein Pflichtspieldebüt.

          Die Umstellungen bekamen dem Leipziger Spiel lange Zeit nicht. Henrichs wirkte total verunsichert, Sörloth kannte bei seinen Abspielen die Laufwege der Teamkollegen nicht und Kluivert fiel zunächst nur durch Schwalben auf. In der achten Minute hatte er dennoch eine gute Chance, die Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow mit gutem Reflex vereitelte.

          Aus dem anschließenden Eckball entwickelte sich die Gäste-Führung. Die Leipziger kamen nicht schnell genug zurück, die Hertha spielte klug den Konter aus und Cordoba hatte keine Mühe, zu seinem dritten Auswärtstor dieser Saison zu vollenden.

          Berliner im Konter gefährlich

          Auf der Gegenseite resultierte der Ausgleich aus einem Standard. Eine Freistoßflanke köpfte Nordi Mukiele an die Latte, Upamecano tanzte danach drei Hertha-Verteidiger aus und schoss den Ball kompromisslos unter die Latte. Danach hatten die Gastgeber bis zur Pause noch mehrfach die Führung auf dem Fuß. Emil Forsberg (31., 43.) und Kevin Kampl (45.+1) verpassten jedoch das 2:1.

          Die Berliner blieben durch Konter gefährlich, bei denen die Leipziger Abwehr sehr unsicher wirkte. Dodi Lukebakio, Cordoba und der frühere Leipziger Matheus Cunha beschäftigten die Deckung intensiv und hatten vor allem auch gegen Willi Orban deutliche Schnelligkeitsvorteile.

          Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Wieder schaltete Hertha nach einem Leipziger Standard schnell um, nur diesmal blieb RB-Torhüter Peter Gulacsi Sieger gegen Cunha (48.). Nach dem Platzverweis gegen Zeefuik verlegte sich Hertha noch mehr auf das Verteidigen des Unentschiedens und ließ nur wenige RB-Möglichkeiten zu. Zwar brachten die eingewechselten Olmo, Poulsen und Sabitzer neuen Schwung, im Strafraum aber war gegen die Hertha-Abwehr oft Endstation. Ein Foul von Cordoba an Orban brachte Hertha dann um den Lohn für den couragierten Auftritt.

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