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Krise der Bundesliga : Mehr Volldampf statt Dampfgeplauder!

Die löbliche Ausnahme: Eintracht Frankfurt begeistert in der Europa League mit offensiver Durchschlagskraft. Bild: dpa

Immerhin scheint der Sturz ins Bodenlose in dieser Saison gestoppt. Doch die Bewertung des deutschen Fußballs offenbart Erstaunliches. Es gibt nur eine löbliche Ausnahme in der Bundesliga.

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          Ach, wie schön ist doch Europa. Am Donnerstagabend konnten knapp 50.000 Menschen im Frankfurter Stadion gar nicht genug von Fußball-Europa bekommen. Die Frankfurter Eintracht gewann ein hinreißendes, hochklassiges und in der zweiten Halbzeit hin- und herwogenden K.-o.-Spiel gegen den früheren Europapokalsieger Schachtar Donezk am Ende spektakulär mit 4:1. Und zog damit glanzvoll in das Achtelfinale der Europa League ein, wo die Eintracht nun auf Inter Mailand trifft. Der nächste Fußball-Feiertag in Frankfurt steht bevor.

          Bundesliga
          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Schon in den Wochen und Monaten zuvor waren ein Verein, seine Fans und vielleicht sogar eine ganze Stadt fasziniert von der Kraft, die im europäischen Fußball steckt. Man nahm alle diese Spiele als Fußballfeste und feierte diese Feste, wie sie fielen. Ob zu Hause in Frankfurt oder in Rom und Marseille, auf Zypern oder in Charkiw, wohin Schachtar Donezk im Hinspiel vor einer Woche wegen des unerklärten Kriegs in der Ostukraine hatte ausweichen müssen. Und die sportliche Bilanz, die Eintracht Frankfurt in Europa in dieser Saison nun vorweisen kann, sucht auch in ganz Europa ihresgleichen: sieben Siege in acht Spielen, dazu 23 Tore, in jedem Spiel mindestens zwei. Blickt man jedoch von Frankfurt aus auf den Rest des Fußball-Landes, dann ist von der überschwappenden Europa-Begeisterung, die in Frankfurt herrscht, nicht mehr viel zu spüren. Und auch der Ertrag, den der Fußball made in Germany dabei in dieser Saison bisher einspielt, hält sich in Grenzen.

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