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Bundesliga-Kommentar : Rotes Wochenende

  • -Aktualisiert am

Farbe des Tages: Schiedsrichter Stieler zeigt Rot Bild: dpa

Dem Roten Samstag folgt ein rötlicher Sonntag. So viele Platzverweise wie an diesem dritten Spieltag gab es noch nie in der 50 Jahre und einen Tag alten Geschichte der Bundesliga.

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          Der Samstag, an dem die Bundesliga genau 50 Jahre alt wurde, wird als „Roter Samstag“ in die Geschichte eingehen. Sieben Platzverweise an einem Wochenend-Spieltag gab es schon sechsmal zuvor, aber sieben an einem Tag noch nie. Am Sonntag folgte dann die achte Hinausstellung (der Stuttgarter Traore), womit auch der Wochenend-Rekord gebrochen wurde.

          Ein Trend zu mehr Härte oder größerer Unsportlichkeit lässt sich daraus nicht ableiten. Auffallend ist, dass in zwei Spielen je drei Profis vom Platz gestellt wurden. Manche Schiedsrichter bringen sich durch frühe Strafen in Zugzwang. Dem Referee Stieler stellten beide Klubs beim 3:3 zwischen Hoffenheim und Freiburg kein gutes Zeugnis aus, und den Bewertungen kann kaum widersprochen werden.

          Die Rote Karte gegen den alten Sünder Salihovic war jedoch unstrittig. 14 Sekunden nach seinem Elfmetertor ohrfeigte der Hoffenheimer seinen Gegenspieler Schuster - wieder etwas Neues nach einem halben Jahrhundert Bundesliga. Salihovic wurde zum insgesamt vierten Mal des Feldes verwiesen, wie auch Luiz Gustavo, der jetzt das Trikot des VfL Wolfsburg trägt. „So etwas passiert mir nicht wieder so schnell, ich bin abgeklärter geworden“, hatte der brasilianische Mittelfeld-Abräumer noch in der vergangenen Woche im „Kicker“ angekündigt, als er auf sein Strafenregister angesprochen worden war. Da unterlag er einer falschen Selbsteinschätzung.

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