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Jean-Philippe Mateta : Der Mann für Emotionen bei Mainz 05

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Kann er sich aus seinem Tal herausarbeiten? Auf Jean-Philippe Mateta wird es ankommen für Mainz 05. Bild: dpa

Vor leeren Rängen soll vor allem Stürmer Jean-Philippe Mateta gegen Borussia Mönchengladbach für die Wende beim Tabellenletzten der Bundesliga sorgen. Trainer Jan-Moritz Lichte äußert sich optimistisch.

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          So richtig voran geht es beim FSV Mainz 05 derzeit nicht. In der Fußball-Bundesliga stehen die Rheinhessen nach vier Spieltagen punktlos auf dem letzten Platz, die Erstligahandballerinnen des Vereins sind Tabellenvorletzter, die Tischtennisspieler Letzter in der zweiten Liga. Die für nächsten Dienstag auf der Tribüne der Arena am Europakreisel geplante Mitgliederversammlung entfällt, weil die Zahl der Anwesenden über der laut städtischer Corona-Bestimmungen zulässigen Gruppengröße läge.

          Bundesliga

          Und aus dem gleichen Grund wird das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei Sky) ohne Zuschauer stattfinden – für die erlaubten 100 Fans wäre der zu betreibende finanzielle und organisatorische Aufwand zu groß, erklärte Pressesprecherin Silke Bannick am Donnerstag.

          Für etwas Trost in dieser trüben Zeit könnten Jan-Moritz Lichte und seine Profis sorgen, indem sie am fünften Spieltag endlich erste Punkte aufs Konto brächten. Als Basis dafür kann, ungeachtet der 0:1-Niederlage, die jüngste Partie gegen Bayer Leverkusen dienen. Dem Trainer war der Mangel an echten Torchancen nicht entgangen, dennoch verwies er bei der digitalen Pressekonferenz vor dem Gladbach-Spiel darauf, dass die Mannschaft Teile des Offensivplans umgesetzt hatte. Der nächste Schritt, die Situationen, aus denen sich „hundertprozentige“ ergeben können, besser auszuspielen, sei Teil der Trainingsarbeit dieser Woche gewesen.

          „Haben ein paar Ideen“

          Sehr hilfreich für die 05er wäre ein Jean-Philippe Mateta in der Form der vorvergangenen Saison. Gerade aus der französischen zweiten Liga gekommen, brauchte er keine Anlaufzeit, um sich in Deutschland zu akklimatisieren, und erzielte in der Meisterschaft 14 Tore. Damals waren die Mainzer überwiegend in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute unterwegs, eine Formation, in der Mateta sich offenbar leichter tat als im 4-2-3-1, in dem er als alleinige Sturmspitze mehr Bälle festmachen und die Kollegen mitnehmen muss.

          Hinzu komme die fast halbjährige Verletzungspause in der ersten Hälfte der vorigen Saison, sagt Lichte. Seither habe der Franzose noch nicht wieder zur alten Leichtigkeit, zu seinem Selbstverständnis gefunden, „unabhängig vom System“. Im Training versuche Mateta alles, um sich aus dem Tal herauszuarbeiten. „Wir müssen eher gucken, dass wir ihn bremsen. Aber wir werden aufgrund eines Spielers nicht das System ändern, sondern versuchen, dass er bestmöglich zur Geltung kommt. Wir haben auch ein paar Ideen.“

          Hatten die 05er bis vor kurzem noch gehofft, sich bei der Zuschauerzahl schrittweise in die Normalität zurückbewegen zu können, müssen sie nun wieder vor leeren Rängen spielen. „Man kann die Situation bedauern, aber man muss sie so annehmen, wie sie ist“, sagt Jan-Moritz Lichte. „Dann müssen wir die Emotionen, die sonst von den Fans reingebracht werden, selbst entwickeln.“

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