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Bundesliga : Ivica Olic soll den HSV aus der Krise schießen

  • Aktualisiert am

Olic beim Sieg von ZSKA Moskau gegen den HSV Bild: dpa

Der Hamburger SV baut im Bundesliga-Abstiegskampf auf die Tore von Ivica Olic. Der 27 Jahre alte kroatische Nationalspieler kommt von ZSKA Moskau und soll den HSV rund zwei Millionen Euro Ablöse gekostet haben.

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          Der Hamburger SV will mit dem Last-Minute-Einkauf von Ivica Olic die schwächelnde Offensive im Abstiegskampf verstärken. Der kroatische Nationalstürmer wechselt vom russischen Meister ZSKA Moskau an die Elbe und könnte schon am Mittwoch im Heimspiel gegen Energie Cottbus auflaufen.

          „Ein solcher Spielertyp fehlte uns in unserem Kader“, sagte Trainer Thomas Doll bei der Vorstellung des Stürmers. „Er hat ein gutes Spielverständnis, einen direkten Weg zum Tor und auch einen harten Schuss“. Mit dem Einkauf am Tag vor Ende der Transferperiode reagierte der in höchster Abstiegsnot steckende Traditionsverein auf die magere Torausbeute von nur 17 Treffern in der laufenden Saison.

          „Guter Fang“

          Der 27-Jährige Stürmerunterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009. Die Ablöse soll rund zwei Millionen Euro betragen. Sportchef Dietmar Beiersdorfer zeigte sich vom Transfer begeistert: „Wir sind ganz sicher, dass er ein sehr guter Fang ist. Er ist ein schneller und torgefährlicher Stürmer.“ Es sei Olic hoch anzurechnen, dass ein Spieler seines Formats trotz der prekären Lage beim HSV unterschrieben habe, fügte
          Beiersdorfer hinzu.

          Zwei, die sich verstehen? Doll beäugt seinen neuen Stürmer Olic

          „Über Hamburg habe ich nur Gutes von Nico Kovac und anderen gehört. Als das Angebot kam, habe ich sofort zugesagt“, betonte Olic, der in der Saison 1998/99 schon zwei Bundesliga-Spiele für Hertha BSC absolvierte und Deutsch spricht. Das Interesse beim HSV weckte Olic in den jüngsten Champions-League-Duellen des HSV mit Moskau Im Rückspiel in Hamburg traf er per Foulelfmeter zum
          1:0.

          Demel wieder verletzt

          „Eine tolle Atmosphäre und ein schönes Stadion“, erinnerte sich der Neuzugang, dessen Frau gebürtige Berlinerin ist und unbedingt zurück nach Deutschland wollte. „Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung dazu beitragen kann, den HSV wieder nach oben zu führen und gehe davon aus, dass ich mich schnell in die Mannschaft einspiele.“

          Derweil meldete der Verein, dass Guy Demel mehrere Wochen ausfällt. Der Abwehrspieler hatte sich am Samstag bei Arminia Bielefeld (1:1) einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. „Es tut mir sehr Leid für Guy. Er hat hart für sein Comeback gearbeitet“, sagte Trainer Doll nach der Diagnose für den gerade wieder genesenen Abwehrspielers. Personell mache sich der Coach aber keine Sorgen: „Ansonsten sind wir gut aufgestellt.“

          „Viel Zeit ist nicht mehr“

          Dennoch steht Doll im zweiten Spiel der Rückrunde gegen Cottbus unter enormen Druck. Der erste Bundesliga-Heimsieg in dieser Saisonist Pflicht. Sonst droht nach der angekündigten „kleinen Serie“ des
          Trainers der Sturz auf den letzten Tabellenplatz. „Wichtig ist, von der ersten Minute an zu zeigen, dass wir siegen wollen“, forderte Doll. Dann springe auch der Funken auf die Fans über.

          An späte Gegentore, wie in den zwei vorigen Partien, mag er nicht erinnert werden: „Das Team muss lernen, dass es besser aufgehoben ist, wenn man weiter nach vorn denkt.“ Doch Dolls Zuversicht wirkt nicht mehr ganz so unerschütterlich: „Viel Zeit ist ja nicht mehr.“

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