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Bundesliga im TV : Rätselraten um sinkende Sportschau-Zahlen vorbei

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Jessy Wellmer ist Moderatorin der Bundesliga-Sportschau. Bild: Picture-Alliance

Beim Restart der Bundesliga sank die Zuschauerzahl der ARD-Sportschau stark. Der Sender rätselte über die Gründe für das Desinteresse. Nun sind die Werte wieder auf höherem Niveau. Einen deutlichen Zuwachs hat Pay-Sender Sky.

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          Die nach dem Re-Start der Bundesliga im Sommer schlechten Zahlen der „Sportschau“ haben sich wieder stabilisiert und sind ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. „Der Rückgang ist deutlich abgeschwächt“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zur Quote des TV-Klassikers im Ersten. „Es ist langsam wieder in normalen Bahnen.“ Im Sommer hatte der Sender noch gerätselt, welche Gründe es für das starke Sinken der Zahlen gebe. „Ich weiß nicht, ob das nicht so herausragende Zuschauerinteresse auch Protest ist“, hatte Balkausky seinerzeit gesagt.

          Bundesliga

          Durchschnittlich 4,281 Millionen Menschen sahen die „Sportschau“ nach ARD-Angaben an den ersten sieben Spieltagen der neuen Saison und sorgten für einen Marktanteil von 18,2 Prozent. In der Vorsaison waren es nach sieben Spieltagen 4,158 Millionen und 22,4 Prozent. Diese Zahlen seien aber nicht „eins zu eins vergleichbar“, erklärte Balkausky. Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, darunter auch Wetter oder Urlaubszeiten. Auch Sportmedien-Experte Kay Dammholz hatte im Sommer gemutmaßt: „Das Wetter ist gut, und die Menschen sind fernsehmüde, nachdem sie wochenlang vor den Bildschirmen verbracht haben.“

          Ein deutlich geschwundenes Interesse hatte die ARD nach dem Neustart der Bundesliga im Mai verbucht und mehr als eine Million Zuschauer pro Spieltag verloren. Bis zur Unterbrechung nach 25 Spieltagen im März hatten 4,814 Millionen den Klassiker der ARD angeschaut und für einen Marktanteil von 21,9 Prozent gesorgt. Ab dem 26. Spieltag lagen die Werte nur noch bei durchschnittlich 3,782 Millionen und 15,2 Prozent. Der Pay-TV Sky verzeichnet zur neuen Saison sogar deutlich steigende Zahlen. „Im Vergleich zu den ersten sieben Spieltagen der Bundesliga des Vorjahres haben wir einen Reichweitenzuwachs von zwölf Prozent“, erklärte der Sender am Dienstag.

          Der langjährige DFB-Kapitän Michael Ballack ist derweil am Mittwoch bei der Live-Übertragung des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Tschechien in Leipzig Experte des übertragenden TV-Senders RTL. An der Seite von Moderatorin Laura Wontorra wird Ballack, der erstmals für RTL im Einsatz ist, das Spiel coronabedingt aus dem Studio 5 in Köln analysieren.

          „Die Partie Deutschland gegen Tschechien ist nicht zuletzt durch den deutschen EM-Sieg 1996 ein Duell mit einer ganz besonderen Historie. Ich freue mich daher sehr, auch für RTL als TV-Experte meine Erfahrungen einzubringen“, sagte der 44-jährige Ballack, der zwischen 1999 und 2010 98 Länderspiel für den viermaligen WM-Champion bestritt. Als Kommentator der Partie fungiert Marco Hagemann, sein „Co“ ist der frühere Nationalspieler Steffen Freund.

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