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TV-Bilanz der Bundesliga : Mehr Sportschau-Zuschauer und Rekorde für Sky

  • Aktualisiert am

Jessy Wellmer moderiert die Sportschau mit den Bundesliga-Berichten in der ARD. Bild: Picture-Alliance

Die Geister-Saison der Bundesligen sorgt für steigende Quoten. Zur neuen Spielzeit ändert sich einiges: Sky verliert Spiele, DAZN zeigt mehr – und erhöht den Preis. Auch Sat.1 und Sport 1 mischen mit.

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          Die Geister-Saison der Bundesliga hat bei den wichtigsten Fußball-Sendern zu steigenden Zahlen geführt. ARD und Sky verbuchten verbesserte Quoten in der letzten Spielzeit des vierjährigen TV-Rechte-Zyklus. Die jetzt auslaufenden TV-Verträge boten aber auch einige Flops – und markieren für die Fans zugleich Veränderungen zur neuen Saison.

          Bundesliga

          Gestiegen sind Einschaltquoten in der Corona-Saison, die nur zum Abschluss ein paar vereinzelte Zuschauer in den Stadien erlaubte, bei der Sportschau der ARD. Den TV-Klassiker mit den Zusammenfassungen der ersten Liga sahen im Durchschnitt 4,789 Millionen Menschen. In der Saison zuvor lag der Wert bei 4,56 Millionen. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte es zunächst ein Rätselraten um einen Einbruch der Zahlen gegeben.

          „Die Zuschauerzahlen bei der Sportschau haben sich sehr gut entwickelt“, kommentierte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky nun. „Das ist ein schöner Erfolg für uns und eine wunderbare Bestätigung für unsere regelmäßige Berichterstattung an den Bundesliga-Spieltagen im Ersten.“ Mehr als 1,6 Millionen sahen zudem die Zusammenfassungen der Sonntagspiele in den Sportsendungen der dritten Programme – hier war die Tendenz sinkend.

          Topwert bei Dortmund gegen Bayern

          Das Live-Spiel mit den meisten Zuschauern war die Partie FC Bayern München gegen Schalke 04 mit dem 8:0-Kantersieg des Rekordmeisters am 18. September. Im Durchschnitt 6,66 Millionen sahen das Duell im ZDF und sorgten für einen Marktanteil von 23,7 Prozent.

          Topwert bei Sky war die Partie Borussia Dortmund gegen Bayern München mit 2,57 Millionen. Der Pay-TV-Sender verbuchte mehrere Rekorde (2,8 Millionen Zuschauer schauten die Spiele am letzten Spieltag am vergangenen Samstag, zudem steigerten sich die Zahlen am Samstagnachmittag im Schnitt auf zwei Millionen, das Topspiel am Abend sahen 1,3 Millionen) und ermittelte im Vergleich zur Vorsaison einen durchschnittlichen Zuschauerzuwachs von sechs Prozent pro Spieltag. „Unsere Bundesliga-Übertragungen sind erneut auf ein überragendes Interesse gestoßen und insbesondere an den Samstagen haben mehr Zuschauer als jemals zuvor eingeschaltet“, kommentierte Sportchef Charly Classen.

          Mit dieser Saison endet die Rechteperiode, die durch einen Rekord-Vertrag und einen Flop der besonderen Art gekennzeichnet war. Teil der Einnahmen von 4,64 Milliarden Euro in vier Spielzeiten war der Kontrakt mit Discovery/Eurosport über 40 Erstliga-Spiele pro Saison, der sogar zu juristischen Auseinandersetzungen führte.

          Zunächst stoppte Eurosport das missglückte Bundesliga-Engagement nach zwei Jahren, verkaufte die Rechte per Sublizenz an den Streamingdienst DAZN und versuchte es zu Beginn der Corona-Krise mit einer außerordentlichen Kündigung bei der DFL. Es dauerte mehrere Monate, bis DFL-Boss Christian Seifert verkünden konnte: „Wir haben den Rechtsstreit umfassend gewonnen und das Geld fließt, in der Höhe wie geplant.“ In dem zwischenzeitlichen Chaos wurde sogar kurzzeitig Amazon zum Bundesliga-Sender.

          Jetzt beginnt mit einem 4,4-Milliarden-Vertragswerk der neue Rechtezyklus, ohne Eurosport und mit noch mehr Spielen bei DAZN. 200 Punktspiele laufen künftig samstags bei Sky und 106 am Freitag und am Sonntag beim Streamingdienst. Fans benötigen also endgültig zwei Abonnements.

          DAZN wird seinen Preis nun  erhöhen. Das bestätigte der Deutschland-Chef Thomas de Buhr der Sport Bild. Der Monatspreis steigt demnach von 11,99 auf 14,99 Euro, das Jahresabonnement kostet 149,99 statt 119,99 Euro. „Die DNA von DAZN ist es, jedem Fan immer einen fairen Deal anbieten zu können“, sagte de Buhr. Zuletzt hatte der Streamingdienst im August 2019 die Preise erhöht. Der Monatsbeitrag stieg damals von 9,99 Euro auf 11,99 Euro.

          Ohne zusätzliche Kosten können die Fans die Zusammenfassungen auch künftig in der Sportschau der ARD und im Aktuellen Sportstudio des ZDF sehen, das im Durchschnitt rund zwei Millionen Zuschauer findet. Allerdings hat das Zweite zukünftig keine Live-Spiele mehr im Angebot, die im Schnitt auf 6,12 Millionen Zuschauer kamen.

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          Sat.1 hatte sich bei der Auktion der DFL durchgesetzt. Der Free-TV-Sender darf pro Saison neun Spiele im Free-TV zeigen. Zu den Begegnungen gehören der Supercup sowie Erstliga-Partien am 1., 17. und 18. Spieltag. Dazu kommen vier Relegationsspiele und das Auftaktspiel der zweiten Bundesliga.

          Neu ist, dass zukünftig wieder Spiele der zweiten Liga ohne Zusatzkosten zu sehen sind. 33 Partien am Samstagabend überträgt Sport1 mit prominenten Klubs wie Werder, HSV und Schalke. „Wir bei Sport1 dürfen uns freuen“, schrieb Chefredakteur Pit Gottschalk: „Das werden vom Namen her Knaller-Duelle.“

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