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0:0 in Mainz : Hertha kommt mit einem Punkt davon

  • -Aktualisiert am

Mainz und Hertha schenkten sich nichts. Bild: Reuters

Nach der Gala gegen die Bayern zeigen die Berliner in Mainz kein gutes Spiel. Vielmehr kann sich die Hertha beim Gegner bedanken, der es nicht fertigbringt, seine Überlegenheit auszunutzen.

          Hertha BSC kann sich beim FSV Mainz 05 bedanken: Weil die spielerisch hoch überlegenen Rheinhessen es am Samstag nicht fertigbrachten, ihren beinahe 90-minütigen Druck mit Treffern zu krönen, kam der Tabellendritte mit einem schmeichelhaften 0:0 davon. Nach ihren vorangegangenen Auftritten hatte nicht nur 05-Trainer Sandro Schwarz mit einer aktiven Berliner Mannschaft gerechnet.

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          Tatsächlich bekamen die 22.400 Zuschauer zunächst einmal eine Hertha zu sehen, die sich nicht wesentlich anders präsentierte als bei ihren Auswärtsspielen in den vergangenen Jahren: tief stehend, darauf bedacht, den eigenen Strafraum zu schützen, und ab und an einen Konter laufend. Der Unterschied zu früher war wohl der, dass es sich diesmal nicht um ein taktisches Mittel handelte, sondern dass die 05er den Gegner kaum einmal aus dessen Hälfte entkommen ließen.

          „Wir haben heute ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir hatten eine gute Kontrolle über das Spiel und sehr gute Ballbesitzphasen. Bei vielen gefährlichen Angriffen hat uns ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben wir viel investiert, sind immer mutig gewesen“, kommentierte FSV-Trainer Schwarz die Partie.

          Dem zielstrebigen, schnellen Kombinationsfußball der Mainzer, die in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute aufliefen, setzten die Berliner wenig entgegen. Entsprechend unzufrieden war Michael Preetz zur Pause. „Wir müssen energischer in die Zweikämpfe gehen“, forderte der Berliner Manager im „Sky“-Interview. Dennoch waren es die Berliner, die vor dem Seitenwechsel einem Treffer am nächsten kamen: Nach einer Flanke von Valentino Lazaro köpfte Vedad Ibisevic den Ball per Aufsetzer an den rechten Innenpfosten (26.). Auf der anderen Seite verhinderte Rune Jarstein per Fußabwehr einen Treffer von Jean-Philippe Gbamin (38.), in zahlreichen Szenen fehlte den Mainzer Angreifern die Präzision beim letzten Pass, und einmal hatte sie Pech: als Jonathan Burkardt in den Strafraum dribbelte, Per Skjelbred ihm von hinten das Standbein wegtrat, Referee Daniel Schlager aber weiterlaufen ließ.

          In der zweiten Halbzeit änderte sich am Kräfteverhältnis wenig: Die Rheinhessen waren die bessere, spielbestimmende Mannschaft, blieben aber beim Thema Chancenverwertung ihrer Linie aus dem ersten Durchgang treu. Immer wieder kamen sie nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte oder auch auf Berliner Terrain zu vielversprechenden Angriffen, die Abschlüsse ließen jedoch weiterhin alle Wünsche offen. Die größte Berliner Chance vergab Davie Selke per Kopf nach einer Ecke. „In der zweiten Halbzeit hatten wir uns eigentlich etwas anderes vorgenommen. Nach 60 Minuten wollten wir Kontern und die Räume ausnutzen, aber wir haben defensiv keine dynamischen Ballgewinne geschafft“, resümierte Hertha-Coach Pal Dardai. „Nach dem Sieg gegen Bayern waren wir sehr glücklich. Aber es war nicht einfach, das aus den Köpfen zu bekommen. So sind wir zum Schluss damit zufrieden, einen Punkt mitnehmen zu können.“

          Das Toreschießen fiel den Spielern aus Mainz und Berlin nicht wirklich leicht.

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