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2:0 gegen Hoffenheim : Hannover siegt auf dünnem Eis

  • -Aktualisiert am

Schneetreiben in Hannover: Niklas Füllkrug trifft zur Führung. Bild: dpa

Hoch und weit statt flach und rutschig: Bei nahezu irregulären Bedingungen ist dies offenbar immer noch das beste Mittel. Hannover setzt sich gegen Hoffenheim durch.

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          Die beste aller Varianten, die Fußball im dichten Schneegestöber erleichtert, gehört zu seinen Stärken. Niclas Füllkrug ist immer dann besonders stark, wenn er seinem Instinkt als Torjäger folgen kann.

          Wenig Bedenkzeit, Schuss per Direktabnahme: Genau eine solche Szene ebnete Hannover 96 den Weg zu einem 2:0-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim. Füllkrugs Treffer in der 59. Minute und das 2:0 des eingewechselten Martin Harnik (86.) ließen vergessen, dass der Erfolg der Niedersachsen buchstäblich auf dünnem Eis entstanden war.

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          Denn nach dem Führungstreffer für Hannover hatte sich die entkräftete Heimmannschaft kaum noch aus der Hoffenheimer Umklammerung lösen können. Aber der Vorsprung konnte vor 36.800 Zuschauern dank diverser Rutschpartien, Befreiungsschlägen und natürlich des zweiten Treffers ins Ziel gebracht werden.

          Die Debatte darüber, wie sachdienlich oder stimmungsbremsend die Befragung des Video-Assistenten einzustufen bleibt, ist am 15. Spieltag auch in Hannover um eine Episode reicher geworden. In der 27. Minute hatten die Zuschauer im verschneiten Stadion am Maschsee eine kurze Spielunterbrechung zu verkraften.

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          Während Schiedsrichter Markus Schmidt mit fernmündlicher Unterstützung versuchte zu klären, ob der Hoffenheimer Nadiem Amiri einen Treffer aus Abseitsposition oder nicht erzielt hatte, nutzten fleißige Ordner die Gunst der Stunde.

          Einer versuchte, die Linien des Strafraums zu räumen, verlängerte dabei aber die Fünf-Meter-Markierung bis auf die 16-Meter-Marke. Das planerische Missgeschick passte zum Gesamtkunstwerk auf rutschigem Untergrund. Vieles in dieser Partie blieb angesichts der schwierigen Platzverhältnisse dem Zufall überlassen.

          Der feine Unterschied zwischen zwei Mannschaften, die um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze ringen, war nur durch Marginalien erkennbar. Typisch für die Begegnung war am Ende: Die Treffer blieben nicht schönen Ballstafetten, sondern hohen Hereingaben zu verdanken.

          Füllkrugs Tor war das Ergebnis einer eher aus der Not heraus vor das Hoffenheimer Tor geschlagenen Flanke. Harniks Treffer fiel nach einer Freistoß-Hereingabe. Diese Art der Vorbereitung ist bei nahezu irregulären Bedingungen offenbar immer noch das beste Mittel. Hoch und weit statt flach und rutschig

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