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2:3 gegen FSV Mainz 05 : Hamburger SV rutscht weiter ab

Volle Konzentration auf den Ball: Der 1. FSV Mainz 05 überzeugt gegen den Hamburger SV. Bild: dpa

Der Hamburger SV hat mit einem 2:3 beim FSV Mainz 05 seine Negativserie verlängert. Der Erfolgsdruck wird für den HSV im unteren Tabellendrittel immer größer – insbesondere beim nächsten Spiel.

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          Und schon wieder steht der HSV ganz tief im Tabellenkeller: Nach der 2:3-Niederlage bei Mainz 05 nach Gegentoren von Alexandru Maxim (2. Minute), Stefan Bell (52.) und Danny Latza (58.) sowie eigenen Treffern durch den Brasilianer Walace (9.) und einem Elfmetertor von Sead Salihovic (90+2.) muss sich der HSV wie in den vergangenen Jahren auf eine schwere Saison einstellen. „Die Negativserie lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagte Sportchef Jens Todt.

          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vorstandschef Heribert Bruchhagen hatte das Gastspiel in Rheinhessen schon vorher zum Schlüsselspiel erklärt. Nachdem der HSV die Saison mit zwei Siegen und einer Tabellenführung für immerhin gut 17 Stunden begonnen hatte, warten die Hanseaten nun seit sechs Spielen auf einen Sieg. Trost liefert immerhin die geringe Erwartungshaltung, die Bruchhagen ebenfalls zum Ausdruck gebracht hat: Er wäre mit 18 Punkten aus der Hinrunde zufrieden. Das immerhin wäre noch machbar, wenn der HSV denn aus gar nicht mal so schlechten Ansätzen wie vor den 30.000 Zuschauern in Mainz mehr Kapital schlagen würde. „Wir müssen das alles richtig einordnen, weil auch vieles gut war heute. Wir dürfen aber auch den Ernst der Lage nicht verkennen“, sagte Trainer Markus Gisdol.

          Bundesliga

          Die Hamburger steckten den frühen Rückstand durch Maxim, der einen schönen Mainzer Spielzug nach Doppelpass zwischen Levin Öztunali und Giulio Donati mit einem plazierten Flachschuss ins linke Eck abschloss, erstaunlich gut weg. Fortan dominierte der HSV die Begegnung und glich bald durch Walace aus. Der Mainzer Kapitän Stefan Bell hatte dem Hamburger freilich auch höchst gastfreundlich den Ball nach einer harmlosen Freistoßflanke von Aaron Hunt per missratener Kopfballabwehr aufgelegt.

          Wenig später half Schlussmann René Adler, vor seinem Wechsel nach Mainz im vergangenen Sommer fünf Jahre beim HSV tätig, den ehemaligen Kollegen. Seine Unsicherheit sorgte für Konfusion in der Mainzer Abwehr, die André Hahn aber mit einem Lattenschuss nicht bestrafte (41.).

          Nach Wiederanpfiff sorgte dann Bell für Wiedergutmachung, indem er nach einer netten Eckballvariante den von seinem Innenverteidigerkollegen Abdou Diallo per Kopf verlängerten Ball aus wenigen Zentimetern über die Torlinie drückte. Danny Latza war anschließend dank der Mithilfe des in Mainz geborenen und bei Mainz 05 ausgebildeten HSV-Schlussmanns Christian Mathenia mit einem Distanzschuss erfolgreich. Das Tor zum 2:3 von Sead Salihovic kam zu spät für den HSV. Immerhin hatte René Adler, im Vorjahr noch für den HSV tätig, ein paar tröstende Worte. „Das Schöne am Fußball ist, dass nächste Woche schon wieder alles ganz anders sein kann.“ Ob Adler recht behält? Am kommenden Wochenende ist Bayern München zu Gast in Hamburg.

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