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1:4 in Gladbach : Schalke wird gedemütigt

  • -Aktualisiert am

Die Siegerfaust: Max Kruse jubelt, Schalkes Torwart Fährmann ist bedient Bild: dpa

Ersatzgeschwächt wird Schalke beim 1:4 in Mönchengladbach vorgeführt. Das Offensiv-Trio der Borussia, bestehend aus André Hahn, Max Kruse und Raffael, spielt sich in einen Rausch.

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          Der Einstieg des FC Schalke 04 in die Champions League steht unter düsteren Vorzeichen. Vier Tage vor dem ersten Gruppenspiel beim FC Chelsea mussten die Gelsenkirchener im dritten Bundesligaspiel die zweite Niederlage hinnehmen. Beim 1:4 in Mönchengladbach vermochte Schalke dem überlegenen Gegner nicht genug entgegenzusetzen, um ein gleichwertiger Gegner zu sein. Die Gladbacher stürmten, vor allem im zweiten Durchgang, unwiderstehlich ihrem ersten Saisonsieg im Ligabetrieb entgegen. Andre Hahn (17./50. Minute), Max Kruse (57.) und Raffael (79.) brachten die Überlegenheit der Borussen mit ihren Toren überzeugend zum Ausdruck. Durch viele Ausfälle geschwächt konnte Schalke dem Gladbacher Ansturm nur ein Elfmetertor von Eric-Maxim Choup-Moting entgegensetzen (52.).

          Unter den Anhängern des FC Schalke dürfte sich schon beim Blick auf die Mannschaftsaufstellung Skepsis breit gemacht haben. Neben einigen Langzeitverletzten fehlten in der Startelf drei Offensivkräfte, die besonders schwer zu ersetzten sind. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nahm ebenso wie die Mittelfeldkräfte Julian Draxler und Max Meyer auf der Reservebank Platz. Alle drei waren zuletzt angeschlagen und sollten mit Blick auf die anstehenden englischen Wochen nicht zu früh voll belastet werden.

          Mit der Sohle voraus: Gladbachs Raffael im Zweikampf mit Eric-Maxim Choupo-Moting Bilderstrecke

          Auch ohne dieses spielstarke Trio fand Schalke zunächst passabel ins Spiel. Nach einer Viertelstunde kamen die Borussen allmählich in Schwung. Einem ersten Warnschuss von Raffael folgte der Führungstreffer. Nachdem ein langer Pass aus dem Mittelfeld die Abwehr entblößt hatte, überwand Hahn Torhüter Ralf Fährmann. Raffael, Kramer und Xhaka (mit einem Freistoß) verpassten die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen.

          Den Gelsenkirchenern gelang es nicht, ihren Vorstößen den nötigen Nachdruck zu verleihen. Kevin-Prince Boateng, der in die Elf zurückgekehrt war, vermochte dem Spiel keine Impulse zu geben. Dennoch hätte es zur Pause unentschieden stehen können, wenn Eric Maxim Choupo-Moting die bis dahin einzige Chance - frei vor Torwart Sommer – entschlossen genutzt hätte.

          Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm Draxler den Dienst auf dem Rasen auf, vermochte aber keinen Umschwung herbeizuführen. Nach dem Seitenwechsel wartete Gladbach nicht so lange ab wie im ersten Durchgang, sondern strebte zügig klare Verhältnisse an. Es dauerte nur fünf Minuten, bis die Heimelf wieder in Führung lag. Die Rheinländer ließen sich auch von Choupo-Motings Elfmetertor (nach einem Handspiel von Stranzl) nicht aufhalten. Fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer nutzte Kruse einen Steilpass von Raffael, ehe der Brasilianer selbst den Vorsprung nochmals ausbaute.

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