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0:1 gegen Bremen : Mainz taumelt dem Abstieg entgegen

  • -Aktualisiert am

Durcheinander ist die einzige Konstante im Mainzer Spiel. Bild: dpa

Die Not am Tabellenende wird für Mainz 05 immer größer. Selbst gegen Werder kassieren die Rheinhessen eine Heimniederlage – wegen des Jokertors eines 19-Jährigen in der 90. Minute.

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          Der FSV Mainz 05 hat einen weiteren Schritt in Richtung Zweite Bundesliga unternommen. Am Samstagnachmittag unterlag die Mannschaft von Jan-Moritz Lichte dem SV Werder Bremen mit 0:1 (0:0) – den Treffer erzielte der kurz zuvor eingewechselte Regionalliga-Torjäger der Norddeutschen, Eren Dinkci, bei seinem Bundesliga-Debüt in der 90. Minute. Damit vergrößerte er den Abstand zwischen seiner Mannschaft und den Mainzern auf acht Punkte; die Rheinhessen gehen auf dem vorletzten Tabellenplatz in die Weihnachtspause.

          Bundesliga

          Dinkci nutzte die einzige Torchance, die sich den Gästen in der zweiten Halbzeit bot. Bis dahin hatten die 05er nichts zugelassen, defensiv so stabil gestanden wie am Dienstag beim torlosen Unentschieden bei Hertha BSC – freilich auch mit dem Manko, nach vorne ebenfalls nahezu nichts zustande zu bringen. Dafür war sowohl bei den wenigen Kontern als auch aus dem Positionsspiel das Passspiel zu schlecht; dieses Problem war bereits vor der Pause bei einigen Akteuren aufgetreten, verschärfte sich aber und griff auf immer mehr Spieler über.

          Kunde, zum Beispiel, brachte wiederholt den Ball über eine kurze Entfernung nicht an den Mitspieler, Kevin Stöger reihte sich mit zunehmender Spieldauer ein, und Jean-Paul Boëtius, potentieller Spielmacher, leistete sich über die gesamte Dauer Ballverluste, die eines Mannes mit seinen (vermuteten) Qualitäten unwürdig sind. An der dürftigen Offensivleistung vermochte auch Jean-Philippe Mateta nichts zu ändern. Der Mainzer Top-Torjäger war in die Anfangsformation zurückgekehrt, weil er „unser Spieler mit den meisten Torchancen ist“, wie Lichte sagte. Doch wenn Mateta mal am oder im Strafraum an den Ball kam, fehlte ihm Durchsetzungsvermögen.

          Am gefährlichsten war noch ein Distanzschuss von Edimilson Fernandes in der 26. Minute, den Torwart Jiří Pavlenka zur Seite abwehrte, ohne sich bewegen zu müssen. Einem Treffer näher waren schon in der ersten Halbzeit die Bremer – Joshua Sargent kam nach einer Ecke auf Höhe des zweiten Pfostens völlig frei zum Kopfball, produzierte aber nur einen Aufsetzer, der Keeper Robin Zentner nicht herausforderte (26.). Einem Schrägschuss von Marco Friedl lenkte Zentner zur Ecke (32.).

          Es schien sich beim Duell zweier Kellermannschaften um ein 0:0-Spiel zu handeln. Bis der unbekannteste Mann auf dem Platz frei zum Kopfball kam. Und dafür sorgte, dass die Mainzer schnurstracks der zweiten Liga entgegentaumeln. „Es ist bitter, dass wir es in der 90. Minute nicht geschafft haben, die Flanke und den Kopfball zu verhindern“, sagte Lichte. „Deshalb haben wir heute auch nicht mehr verdient.“

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