https://www.faz.net/-gtm-a28iw

„Es hat nicht funktioniert“ : Die Mainzer sparen sich Maxim

  • -Aktualisiert am

Keine Zukunft in Mainz: Alexandru Maxim Bild: EPA

Fragezeichen beim Bundesligaklub: Anders als in Mainz blüht Spielmacher Alexandru Maxim in der Türkei auf. Auch deshalb wird er nicht zurückkehren. Doch eine Ablösesumme erzielen die Rheinhessen trotzdem nicht.

          1 Min.

          Zu behaupten, Alexandru Maxim habe dem FSV Mainz 05 in den vergangenen drei Jahren nichts gebracht, wäre falsch. Der Rumäne, Ende Juni 2017 vom VfB Stuttgart gekommen, hat durchweg wichtige Tore geschossen, sowohl in der Bundesliga als auch im Pokal. Allerdings waren es binnen zweieinhalb Spielzeiten nur deren fünf, und die Zahl seiner Torvorbereitungen war nicht höher. Nicht viel für einen Spielmacher, der die Mainzer seinerzeit eine Ablösesumme von rund 2,7 Millionen Euro kostete und in den sie große Erwartungen gesetzt hatten.

          Dass der 30-Jährige die Rheinhessen jetzt verlassen hat, verwundert nicht, überraschend ist allenfalls der späte Zeitpunkt der Trennung. Denn dass die Kombination zwischen Maxim und Mainz 05 nicht den erhofften Effekt nach sich zog, war spätestens im vorigen Sommer deutlich geworden. „Der Ball ist sein Freund“, hatte 05-Sportvorstand Rouven Schröder anlässlich Maxims Verpflichtung gesagt – in Mainz wurde die Freundschaft brüchig. „Er ist ein kreativer Zehner klassischer Prägung, leider konnte er sein Potenzial zu selten abrufen“, sagt Schröder heute. Gleichwohl bedauere er es, dass Maxim, ein fünf Sprachen sprechender, integrativer Typ, nach einem halben Jahr als Leihspieler bei Gaziantep FK nicht an den Bruchweg zurückkehre. Doch bei dem türkischen Süper-Lig-Verein erwarb sich der 30-Jährige einen ganz anderen Stellenwert als in Mainz: Maxim stand in allen Partien in der Anfangsformation und erzielte sieben Tore. Warum es bei 05 nicht funktionierte, „hat uns immer wieder vor Fragezeichen gestellt“, sagt der Manager.

          Ein gravierendes Problem: Zwei Fehlpässe reichten, um Maxim seiner Körperspannung zu berauben, er ließ schnell den Kopf hängen und kam aus diesem mentalen Tief auch nicht mehr heraus. Zudem entfaltete er außerhalb des 4-2-3-1-Systems noch weniger seine Wirkung. So kam der Rumäne in Mainz auf lediglich 49 Bundesligaeinsätze, in zwei Dritteln der Fälle als Einwechselspieler.

          Dass sich dies ändern würde, erschien offenbar Spieler wie Verein ausgeschlossen. Maxim nach Gaziantep zu verkaufen, wäre eine naheliegende Lösung gewesen, vermutlich wird er auch dort bleiben. „Aber wir haben gemerkt, dass das Interesse auf dem Markt nicht elementar groß war“, sagt Schröder. Sprich: Kein Klub wollte eine Ablösesumme zahlen, die den Mainzer Vorstellungen entsprach – weshalb sich 05 und Maxim auf eine Vertragsauflösung einigten. Damit dürften die Mainzer ein Jahresgehalt von rund einer Million Euro einsparen.

          Weitere Themen

          Der Underdog, der keiner ist

          Thomas Tuchel : Der Underdog, der keiner ist

          Thomas Tuchel führt den FC Chelsea ins Halbfinale der Champions League. Seine Mannschaft tritt defensiv diszipliniert und organisiert auf und hat damit Erfolg. Tuchel schlägt trotzdem leise Töne an.

          Topmeldungen

          Showtime für Ola  Källenius, 51: Am Donnerstag präsentiert er sein elektrisches Spitzenmodell: „So etwas hat die Welt noch nicht gesehen.“

          Elektro-S-Klasse von Mercedes : Der Tesla-Jäger

          Der Daimler-Chef Ola Källenius verkauft fünfmal so viele Autos wie Elon Musk. Trotzdem ist Tesla das Siebenfache wert. Jetzt bläst der Schwede zum Angriff.
          Hier wurde die Notbremse schon gezogen: Passanten am 14. April in der Münchener Innenstadt

          Infektionsschutzgesetz : Hitzige Debatte in Koalition über Notbremse

          In den Fraktionen von Union und SPD wird die Bundes-Notbremse bis in die Details diskutiert. Manche wollen Sport im Freien sicherstellen, andere fragen nach Sonderregelungen für Kinderschuhgeschäfte.

          Champions League : Das sind die Gründe für das Bayern-Aus

          In der anstrengenden Corona-Saison fehlte dem FC Bayern in den entscheidenden Spielen gegen Paris Saint-Germain die Qualität. Trainer Hansi Flick bemängelt das schon länger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.