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2:2 in Freiburg : Die Eintracht bleibt dran

Die Frankfurter bleiben trotz Unentschieden in Lauerstellung: Nur zwei Punkte sind es bis zum Tabellenvierten Dortmund. Bild: dpa

In Freiburg reißt die Siegesserie der Eintracht. Doch das Spiel der Frankfurter kann sich auch beim 2:2 sehen lassen. Der Rückstand auf die Europapokalplätze bleibt weiterhin sehr klein.

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          Die Eintracht bleibt in Lauerstellung. Auch wenn die Serie von zuletzt vier Siegen in Folge gerissen hat: Nach dem 2:2, das die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im letzten Hinrundenspieltag beim SC Freiburg erreichte, ist der Rückstand auf die Europapokalplätze weiter sehr klein. Lediglich zwei Punkte sind es bis zum Tabellenvierten Dortmund. Die Eintracht war als Achter am Mittwoch in den Breisgau gefahren – und sie ist es auch nach dem verdienten Unentschieden beim unmittelbaren Tabellennachbarn geblieben. Früh durch ein Tor von Amin Younes in der sechsten Minute in Führung gegangen, schafften die Freiburger durch Roland Sallai (32.) und Nils Petersen (63.) die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Dann war es ein Schuss von Daichi Kamada, den der Freiburger Verteidiger Keven Schlotterbeck ins eigene Tor beförderte (75.).

          Bundesliga

          Der Start war ganz nach dem Geschmack der Eintracht. Lange nämlich dauerte es nicht, da ging die Mannschaft von Trainer Adi Hütter in Führung. Verantwortlich für das 1:0 in der sechsten Minute zeichnete Younes. Der kleine Spielmacher mit dem großen Überblick, bestens von Djibril Sow im Freiburger Strafraum freigespielt, zeigte abermals sein beeindruckendes technischen Können, indem er sich den Ball vom rechten auf den linken Fuß vorlegte und überlegt flach in die linke untere Ecke einschob. Sechs Minute später war es dann Vorbereiter Sow, der es selbst mit einem Schuss versuchte. Die Eintracht, kein Zweifel, war in diesem Spielabschnitt die bessere Mannschaft, die gefälliger und reifer auftrat und ihre Angriffe zumeist über die von Filip Kostic besetzte linke Seite vortrug.

          Ein Tor als Initialzündung

          Der Sportclub, in den vergangenen acht Bundesligaspielen bei fünf Siegen und einem Unentschieden lediglich unglücklich am Wochenende den Bayern unterlegen, kam nach einer guten halben Stunde besser in die Partie. Beim Ausgleichstreffer durch Sallai profitierten die Badener von Abstimmungsproblemen in der Frankfurter Defensive. Sallai nutzte dies mit einem gefühlvollen Lupfer über Eintracht-Keeper Kevin Trapp hinweg zum 1:1 (32.). Ein Tor als Initialzündung, denn fortan kamen die Freiburger immer besser ins Spiel.

          Trotzdem hätte die Eintracht ein zweites Mal in Führung gehen können. André Silva, mit zwölf Toren erfolgreichster Frankfurter Angreifer, hatte seine bis dahin stärkste Szene mit einem Schuss; doch Sportclub-Torhüter Florian Müller war auf dem Posten (39.). In der selben Minute versuchte es der aufgerückte Martin Hinteregger nach einer Younes-Ecke mit dem Kopf – wieder war Müller zur Stelle. Eine Minute später zeigte Aymen Barkok in einem Zweikampf unerlaubten Armeinsatz und sah dafür Gelb. Da es schon die fünfte Verwarnung für den Deutschmarokkaner ist, ist er für das Auswärtsspiel am Samstag bei Arminia Bielefeld gesperrt.

          „Beide haben am Ende auf Sieg gespielt“

          Es war Barkoks letzte Aktion, denn Hütter nahm ihn zur Pause aus der Partie. Kamada sollte es fortan besser machen, und der Japaner hatte tatsächlich die Möglichkeit, für Frankfurt zu treffen. Doch seiner Aktion fehlte es an letzter Konsequenz (46.). Auch Sportclub-Trainer Christian Streich nahm eine Auswechslung vor – und bewies damit ein gutes Näschen. Petersen, in der 58. Minute gekommen, benötigte lediglich fünf Minuten, um zuzuschlagen. Der beste Joker der Freiburger Bundesligageschichte profitierte von einer Kopfballstafette. Niemand von der Eintracht vermochte den Ball aus dem eigenen Strafraum zu befördern. Und dann war es Evan Ndicka, der Petersen bestens bediente. Der Torjäger mit einem Drehschuss ließ Trapp keine Chance. 2:1 – sollte die Serie von zuletzt vier Siegen in Folgen für die Eintracht in Freiburg zu Ende gehen?

          Um dies zu verhindern, sah sich Hütter zum Handeln gezwungen. Er nahm Makoto Hasebe, in Freiburg Kapitän der Eintracht, aus der Partie und brachte Luka Jovic. Der Doppeltorschütze vom 3:1-Sieg am Sonntag gegen Schalke als Wegbereiter für die Wende? Nicht der Serbe war am Ausgleich in der 75. Minute beteiligt, sondern der Japaner Kamada. Von Kostic in Szene gesetzt, nahm Kamada Maß. Verteidiger Schlotterbeck warf sich in den Schuss – und beförderte den Ball ins eigene Tor. 2:2 – die Eintracht hatte sich eindrucksvoll zurückgemeldet.

          Bis zum Ende der vierminütigen Nachspielzeit waren es die Frankfurter, die mehr Spielanteile besaßen und gewillt waren, aus dem Unentschieden noch einen Auswärtssieg zu machen. Doch trotz großer Kraftanstrengung und der beiden weiteren Einwechslungen von Ajdin Hrustic und Timothy Chandler blieb es der Hütter-Elf versagt, doch noch den fünften Sieg in Folge zu schaffen. „Beide haben am Ende auf Sieg gespielt“, sagte Torhüter Trapp, und fand: „Wir ein bisschen mehr.“

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