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Niederlage gegen Augsburg : Union Berlin landet hart

  • Aktualisiert am

Schmerzhaft: Union-Profi Grischa Prömel liegt nach einem Zweikampf am Boden. Bild: EPA

Nach der Pleite gegen RB Leipzig gibt es für den FC Union direkt den nächsten Rückschlag: Gegen den FC Augsburg verlieren die Berliner knapp – auch weil sie einen Elfmeter nicht im Tor unterbringen.

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          Florian Niederlechner hat sich gegen Union Berlin aus seiner Tore-Krise befreit und dem FC Augsburg zusammen mit Rafal Gikiewicz endlich wieder ein Erfolgserlebnis beschert. Niederlechner beendete beim schwungvollen 2:1 (1:1) gegen das Überraschungsteam aus der Hauptstadt mit seinem Premierentreffer in dieser Saison seine Durststrecke und jubelte am Ende sogar über seinen fünften Einsatz mit zwei Toren in der Fußball-Bundesliga (17. Minute, 47.).

          Bundesliga

          Zum zweiten Augsburger Strahlemann nach drei Niederlagen nacheinander avancierte beim Wiedersehen mit seiner alten Liebe Union Torwart Rafal Gikiewicz. Beim Gegentreffer durch Marcus Ingvartsen (25.) zum 1:1 war der polnische Schlussmann, der ein Tattoo mit dem Union-Vereinslogo auf seinem linken Unterarm trägt, noch machtlos. Als der Videoreferee nach einem Foul von Niederlechner an Grischa Prömel jedoch auf Elfmeter entschied, verhinderte Gikiewicz (56.) Ingvartsens zweiten Treffer.

          Heiko Herrlichs Mannschaft hat ihr Polster auf Relegationsplatz 16 vor den anstehenden Duellen mit Dortmund, Wolfsburg, Leipzig und Leverkusen vorerst auf satte sieben Punkte vergrößert. Die Berliner (28) verpassten es schon zum Rückrundenstart, die Zählergrenze von 30 Zählern zu knacken. „Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft endlich mal wieder mit Toren helfen konnte. Es war keine leichte Zeit für mich“, sagte Niederlechner anschließend. „Es war für die Psyche sehr, sehr schwer. Ich habe versucht, die Hinrunde abzuhaken. Ich bin richtig froh, dass es mit zwei Toren geklappt hat. Aber wichtiger sind die drei Punkte.“

          Verunsichert von ihrer Niederlagenserie überließen die Augsburger den Berlinern anfangs die meisten Spielanteile. Verloren die Hausherren den Ball, zogen sie sich jedoch schnell zurück. Auf Risiko waren beide Mannschaften erstmal nicht aus. Wie aus dem Nichts zahlte sich dann eine von zwei Veränderungen in Herrlichs Startelf richtig aus. Einen Abschlag von Gikiewicz verlängerte André Hahn mit dem Kopf in den Lauf von Niederlechner. Der 13-malige Torschütze der vergangenen Saison ließ sich diese Chance diesmal nicht entgehen und bejubelte seinen ersten Treffer dieser Spielzeit. Voller Erleichterung schrie der 30-Jährige sein Glück über das Führungstor heraus.

          Aber auch die Berliner haben einen Angreifer, der für Gefahr sorgt. Taiwo Awoniyi schirmte mit vollem Körpereinsatz den Ball ab und legte ihn dem nachgerückten Ingvartsen vor, der von der Strafraumgrenze mit einem trockenen Linksschuss erfolgreich war. Seit neun Bundesliga-Heimspielen hat der FCA damit nicht mehr zu null gespielt.

          Die Mannschaft dankt: Augsburg-Schlussmann Rafal Gikiewicz (rechts) hält einen Strafstoß.
          Die Mannschaft dankt: Augsburg-Schlussmann Rafal Gikiewicz (rechts) hält einen Strafstoß. : Bild: EPA

          Aber egal, wenn man Niederlechner hat! Einen Volleyschuss von Hahn nach einer Spielverlagerung von Marco Richter konnte Union-Keeper Andreas Luthe, der im vergangenen Sommer den Arbeitgeber mit Gikiewicz getauscht hatte, kurz nach dem Wiederanpfiff noch abklatschen – Niederlechner staubte aber ab.

          Die Berliner riskierten nun mehr, Augsburg hatte mehr Raum zum Kontern. Gleich zweimal innerhalb von nur wenigen Minuten zeichnete sich anschließend aber Gikiewicz aus: Der 33-Jährige hielt nicht nur den Foulelfmeter, sondern reagierte auch bei einem Drehschuss von Awoniyi (60.) hervorragend. Dem Anrennen der Berliner hielten Gikiewicz & Co. auch bis zum Schlusspfiff stand.

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