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2:0 gegen Mainz : Schalke krallt sich oben fest

  • Aktualisiert am

Torschützen unter sich: Goretzka (links) und Burgstaller treffen für Schalke. Bild: AP

Nach einer verkorksten Saison läuft es für die Königsblauen nun wieder besser. Durch den Sieg über Mainz legen die Schalker im Kampf um die oberen Plätze vor. Emotional wird es schon zu Beginn der Partie.

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          Der FC Schalke 04 ist auf gutem Weg zurück nach Europa. Dank der Treffer von Leon Goretzka (13. Minute) und Guido Burgstaller (74.) beim 2:0 (1:0) über den FSV Mainz 05 gelang dem Revierklub sein zweiter Sieg in Serie. Er kletterte zumindest für einen Tag auf Rang vier der Fußball-Bundesliga. Der Erfolg der Schalker vor 59.476 Zuschauern in der Veltins Arena war bei allen spielerischen Mängeln verdient. „Es ist noch ein gewisser Weg zu gehen, aber hungrig sind wir schon“, sagte Trainer Domenico Tedesco.

          Bundesliga

          Dagegen ging die Erfolgsserie der Gäste nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage zu Ende. „Heute war die Niederlage absolut verdient. Wir waren von Beginn an nicht drin“, gab Torhüter René Adler zu. „Wir waren heute nicht durchschlagskäftig genug, nicht bissig genug, nicht leidenschaftlich genug. So kannst du hier auswärts nichts holen.“

          Emotional wurde es schon zu Beginn des Spiels. Mit einer großen Choreografie („Egal wie weit das Schicksal uns auch trennt. In Gedanken bist du immer hier bei uns!“) und einer Schweigeminute gedachten die Zuschauer eines verstorbenen Fans. Auch ein bengalisches Feuer brannte. Das war vom Verein und den Sicherheitsbehörden genehmigt worden. Die Mainzer Fans beteiligten sich ebenfalls am Gedenken.

          Nach dem überzeugenden Auftritt beim jüngsten 2:0 in Berlin tat sich der FC Schalke zu Beginn schwer, die Regie zu übernehmen. Und das, obwohl Trainer Domenico Tedesco auf dieselbe Startelf setzte. Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, wussten mit ihrer optischen Überlegenheit in der Anfangsphase jedoch nicht allzu viel anzufangen. Mit ihrer ersten Torchance gingen die Königsblauen dann aber direkt in Führung. Goretzka schoss nach klugem Pass von Burgstaller frei vor Mainz-Keeper René Adler cool zum 1:0 ein. Für den Nationalspieler war es bereits das dritte Tor in den vergangenen drei Spielen und sein vierter Saisontreffer. Auch beim 5:1-Sieg der Nationalelf über Aserbaidschan Anfang Oktober hatte er doppelt getroffen. „Im Moment läuft es eben sehr gut, da hat man ein gewisses Selbstvertrauen“, sagte er. Auch nach der Führung kontrollierte der Revierklub die Partie und hatte mehr Ballbesitz, tat sich aber beim Herausspielen weiterer Möglichkeiten schwer. Weil es auch den Mainzern in der Offensive an Durchschlagskraft mangelte und sie sich regelmäßig in der Schalker Abwehr festliefen, gab es bis zur Pause nur wenige Höhepunkte.

          Die Schalker gedachten zu Spielbeginn eines verstorbenen Fans. Bilderstrecke
          Die Schalker gedachten zu Spielbeginn eines verstorbenen Fans. :

          Die beste Möglichkeit auf einen zweiten Treffer vergab Schalkes Franzose Amine Harit, dessen Schuss knapp links am Tor vorbeiging (38.). Die Gastgeber gingen daher in einer Partie ohne höchsten Unterhaltungswert, die von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus bei ihrem zweiten Bundesliga-Einsatz souverän geleitet wurde, mit einer knappen, aber verdienten Führung in die Pause.

          Die Mannschaft von Sandro Schwarz, der als Coach erstmals auf seinen einstigen Förderer und jetzigen Schalker Sportvorstand Christian Heidel traf, entwickelte auch nach der Pause kaum Torgefahr. Viel mehr als einen Schuss von Yoshinori Muto, den Schalke-Keeper Ralf Fährmann sicher hielt (47.) brachten die Gäste nicht zustande. Der eingewechselte Kenan Kodro vergab kurz vor Schluss die Riesenchance zum Anschluss, als er völlig freistehend knapp vorbei köpfte (80.).

          Die Königsblauen steigerten sich erst in der Schlussphase der Partie und kamen zu mehr Chancen. Einen Schuss von Angreifer Franco di Santo parierte Adler (61.), Burgstaller traf nach einer Freistoßflanke nur den Pfosten (67.). Kurz darauf war der Österreicher nach einer Ecke dann aber zur Stelle und staubte zum entscheidenden 2:0 ab.

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