https://www.faz.net/-gtm-93ttt

0:1 gegen Mainz 05 : Kölner Krise hält an

  • Aktualisiert am

Höchste Konzentration beim Duell Mainz 05 gegen FC Köln. Bild: dpa

Schlusslicht Köln hat auch das zwölfte Spiel in der Bundesliga nicht gewinnen können. Die Mannschaft von Trainer Stöger verliert gegen Mainz – und wieder sorgt der Videoassistent für Diskussionen.

          2 Min.

          Der 1. FC Köln bleibt in der Fußball-Bundesliga weiter sieglos. Die Geißbock-Elf verlor am Samstag beim FSV Mainz 05 mit 0:1 (0:1). Mit nur zwei Punkten aus zwölf Ligaspielen bleiben die Kölner abgeschlagen am Tabellenende und konnten in der Schlussphase einer vom Kampf geprägten Partie auch eine zahlenmäßige Überlegenheit nicht nutzen.

          Der Mainzer Giulio Donati hatte nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen (71. Minute). Für die Entscheidung vor 30 473 Zuschauern sorgte Daniel Brosinski mit einem verwandelten Foulelfmeter nach 44 Minuten.

          Vier Neue beorderte Stöger nach dem 0:3 gegen Hoffenheim in die Startelf. Nach langer Verletzung sollte vor allem der ehemalige Mainzer Jhon Cordoba für Schwung in der lahmenden Offensive sorgen. In der Länderspielpause hatte der Österreicher Stöger zudem verstärkt an den defensiven Schwächen gearbeitet.

          Bundesliga

          Das zahlte sich aus. Bei Mainzer Ballbesitz erwarteten die Kölner den Gegner an der Mittellinie. Zwei Viererketten engten den Bewegungsspielraum der 05er ein. Nur über die Flügel lief das Mainzer Spiel, aber gute Ansätze verpufften, weil der letzte Pass nicht beim Mitspieler ankam.

          Die Hausherren, die nach dem 1:1 von Mönchengladbach wieder mit Danny Latza für Suat Serdar antraten, hatten die erste Chance. Eine Hereingabe von Brosinski köpfte Alexandru Maxim neben das Tor (13.). Der FC versteckte sich trotz der defensiven Grundhaltung nicht. Lange Bälle auf Cordoba und den agilen Sehrou Guirassy sorgten für Unruhe in den Mainzer Reihen.

          Nach einer knappen halben Stunde musste 05-Schlussmann Robin Zentner vor dem einschussbereiten Guirassy (29.) retten. Der für den verletzten Simon Zoller eingewechselte Leonardo Bittencourt jagte einen Abpraller über den Kasten (39.).

          Das Auslassen der Chancen sollte sich rächen. Auf der Gegenseite wurde Pablo De Blasis von Konstantin Rausch von den Beinen geholt. Schiedsrichter Felix Brych zeigte sofort auf den Punkt, ehe er sich nach Protesten doch noch vom Video-Assistenten in Köln Bestätigung holte. Es blieb bei der umstrittenen Entscheidung, Brosinski verwandelte sicher zur glücklichen Pausenführung. Es war der 50. Strafstoß, den die Mainzer in ihrer Bundesligazeit zuerkannt bekamen.

          Freude bei den Mainzern: Durch einen Elfmeter gehen die Pfälzer in Führung gegen Köln. Bilderstrecke

          Von Aufgabe war beim FC nichts zu spüren. Die starre Haltung wurde aufgegeben. Das gefiel den Mainzern, die nun mehr Raum für ihre Offensiv-Aktionen vorfanden. Stöger ging weiter Risiko, wechselte in Yuya Osako und Claudio Pizarro weitere Stürmer ein. Als der Peruaner auf den Rasen kam, war personell schon kein Gleichstand mehr. Nach einem Gerangel mit Bittencourt verlor der Mainzer Giulio Donati die Beherrschung und flog vom Platz.

          Köln drängte, konnte sich aber keine ernsthaften Chancen herausarbeiten. Die besten Möglichkeiten vergaben Pizarro und Milos Jojic in der Nachspielzeit. Die Mainzer setzten auf Konter und brachten das knappe Ergebnis über die Zeit.

          Weitere Themen

          Die Eintracht begeistert wieder

          3:0 gegen Leverkusen : Die Eintracht begeistert wieder

          In einer mitreißenden Partie bezwingen die Frankfurter Leverkusen 3:0. Die Tore erzielen Paciencia und Dost. Rönnow hält den Sieg fest. Bayer verpasst die Tabellenführung.

          DEG und Adler überzeugen in DEL

          Eishockey : DEG und Adler überzeugen in DEL

          Die Düsseldorfer EG setzt ihre imponierende Erfolgsserie in der Deutschen Eishockey Liga fort. Auch die Adler Mannheim trumpfen auf. Dagegen gehen die Fischtown Pinguins baden.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson steht beim EU-Gipfel in Brüssel im Zentrum.

          Europäische Union : Britisches Parlament stimmt über Brexit-Vertrag ab

          Stimmt das britische Unterhaus heute für den Vertrag, den Premierminister Boris Johnson mit der EU ausgehandelt hat, wird Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union austreten. EU-Kommissar Günther Oettinger schließt weitere Verhandlungen aus, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.