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1:1 gegen Leverkusen : Pechvogel rettet Augsburg einen Punkt

  • -Aktualisiert am

Kein Sieger in Augsburg: Gegen Leverkusen gibt es ein 1:1. Bild: KOPATSC/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Noch nie gewann Augsburg in der Bundesliga gegen Leverkusen. Dabei bleibt es. Die Schwaben sind dennoch zufrieden. Nach der Pause wird es turbulent – mit einem Spieler in der Hauptrolle auf beiden Seiten.

          Statistisch gesehen ist Bayer Leverkusen eigentlich der Angstgegner des FC Augsburg. Die Werkself ist der einzige Konkurrent, gegen den für den FCA in sieben Jahren in der Fußball-Bundesliga noch kein Sieg heraussprang. Daran änderte sich zwar auch beim 1:1 am Samstagnachmittag nichts. Allerdings wäre für die Heimelf deutlich mehr möglich gewesen.

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          Die gleiche Punktausbeute in der bisherigen Saison ließ vermuten, dass sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen würden. Weil die Leverkusener aber, anders als in den beiden vorangegangenen Partien gegen den 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, es diesmal auch nach dem Pausenpfiff nicht schafften, ihr Offensivpotential abzurufen, dominierte Augsburg überwiegend. In der Anfangsphase verteidigte die Heimmannschaft zunächst tief gestaffelt und versuchte bei Ballgewinn schnell und vertikal vor das gegnerische Tor zu kommen, ließ beim letzten Pass aber immer wieder Präzision vermissen.

          Dass Bayer-Abwehrchef Sven Bender in der 29. Minute unglücklich mit Augsburgs Ja-Cheol Koo zusammenprallte und mit lädiertem Knie vom Platz humpelte, wurde von Augsburgs Trainer Manuel Baum wohl als Signal verstanden, mehr Risiko eingehen zu können. Augsburg verlagerte sein Pressing an den gegnerischen Strafraum. Die Folge: Zahlreiche Ballgewinne und gute Möglichkeiten, vor allem durch Flanken über den weit aufgerückten Außenverteidiger Philipp Max.

          So war es wenig verwunderlich, dass dem Führungstreffer von Bayer ein Augsburger Malheur vorausgehen musste. Ein hoch geschlagener Ball von Leverkusens Jonathan Tah wäre kurz nach der Pause für Innenverteidiger Kevin Danso eigentlich kein Problem gewesen. Der 19-Jährige rutschte aber aus und machte so Kevin Volland in der 47. Minute zum Nutznießer. Der Leverkusener Angreifer schoss aus halblinker Position ins lange Eck.

          In der Hocke und mit hängendem Kopf verharrte Danso nach dem Gegentreffer im FCA-Strafraum, bis einige Mitspieler herbeieilten und ihm Trost spendeten. Er bedankte sich nur zwei Minuten später mit dem Ausgleich: Michael Gregoritsch, der den wegen Adduktorenproblemen fehlenden Finnbogason im Sturmzentrum vertrat, hatte nach einem Eckball wuchtig auf Bayer-Torwart Bernd Leno geköpft. Der konnte den Ball zunächst zur Latte lenken. Von dort sprang er auf Danso zu, der per Kopf seinen ersten Bundesligatreffer erzielte.

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