https://www.faz.net/-gtm-ag2bh

Staunen über BVB-Profi Haaland : „Wenn er die Qualität jetzt auch noch hat, dann Ui-Ui“

  • Aktualisiert am

In Topform: Erling Haaland Bild: AFP

Erling Haaland ist derzeit kaum zu stoppen. Auch gegen Union Berlin zeigt der Angreifer von Borussia Dortmund, warum er für manche zu den „drei weltbesten Stürmern“ gehört.

          2 Min.

          Was wäre Borussia Dortmund ohne Erling Haaland? So lange der Bundesliga-Topscorer trifft, wie er will, kann sich der BVB auch seine Unkonzentriertheiten in der Defensive leisten. Nach der nächsten Gala des 21-Jährigen beim 4:2 (2:0) am Sonntag gegen Union Berlin schickte BVB-Trainer Marco Rose gleich eine Ansage an die Konkurrenz: „Wenn er die Qualität jetzt auch noch hat, dann Ui-Ui – dann viel Spaß an alle anderen, die noch auf uns warten.“

          Bundesliga

          Gemeint war Haalands neu entwickelte Stärke beim Kopfballspiel. Wie schon beim 4:3-Spektakel in der Vorwoche bei Bayer Leverkusen traf der Norweger auch gegen Union wieder per Kopf zum 2:0 (24. Minute). Es war indes erst sein viertes von nun 47 Bundesligatoren – in 48 Spielen – per Kopf. „Er hat viele Stärken und arbeitet sogar an seinen Schwächen“, sagte Abwehrchef Mats Hummels dazu.

          Noch grandioser war freilich Haalands Lupfer aus dem Lauf zum Endstand. Nur zwei Minuten, nachdem der lange harmlose Hauptstadt-Klub aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht hatte, beruhigte der Torjäger die Nerven der 25.000 Zuschauer, der Mitspieler und von Trainer Rose. „In diesem Tor war alles drin, was ihn auszeichnet als Spieler“, sagte Rose nach dem Traumtor: „Das ist Wille, Qualität, da ist Einsatz.“ Davor kapitulierte auch der Gegner. „Das ist die brutale Effektivität, sicher auch die Qualität“, sagte Union-Keeper Andreas Luthe.

          Gleichauf mit Lewandowski

          Mit sieben Toren aus fünf Spielen liegt Haaland in der Torschützenliste der Bundesliga nun gleichauf mit Robert Lewandowski vom FC Bayern. Die Scorerliste führt er mit bereits elf Punkten schon deutlich an. „Erling ist einfach eine Tor-Maschine“, sagte der beeindruckte Hummels und prophezeite: „Er wird die nächsten 15 Jahre durchgehend zu den drei weltbesten Stürmern gehören.“

          Klubchef Hans-Joachim Watzke und Sportchef Michael Zorc dürften gerade mit Genugtuung Haalands Form zuschauen. Im Sommer hatten sie strikt darauf beharrt, den von sämtlichen europäischen Top-Vereinen beäugten Norweger auch bei einem hohen Angebot nicht abgeben zu wollen. Zum Glück für den neuen Trainer Rose und den BVB.

          Denn ohne Haaland sähe es düster aus. Bereits elf Gegentore kassierten die Dortmunder in dieser Saison – viel zu viele für einen Verein mit diesen Ambitionen. Zum Vergleich: Der FC Bayern, mit dem der BVB sich so gerne messen würde, liegt nur einen Punkt vor den Westfalen, hat aber nur vier Gegentore zugelassen. Ohne Haalands Tore hätte Dortmund aus den vergangenen drei Spielen nur drei statt neun Punkte geholt. „Wir haben es wieder unnötig spannend gemacht. Daran müssen wir schleunigst arbeiten“, kritisierte Kapitän Marco Reus. „Auf Dauer kannst du das nicht durchhalten.“ Vorerst spielt Haaland aber weiter in Dortmund und macht den Unterschied.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Katina Schubert und Klaus Lederer (beide Linkspartei), Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Grüne) und Raed Saleh (SPD) zum Auftakt der Koalitionsgespräche vor dem Brandenburger Tor

          Koalitionsbildung : Sind die Berliner Wähler getäuscht worden?

          Die SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey hatte auf die bürgerliche Mitte gezielt und ist auf Rot-Grün-Rot eingeschwenkt. Viele Berliner sind entsetzt. Geht das Chaos in der Hauptstadt jetzt weiter?
          Chefarztpositionen bedeuten auch weniger Zeit für Patienten und Forschung.

          Unbeliebte Führungsposition : Chefärzte könnten knapp werden

          Immer weniger Mediziner wollen aufsteigen. Im neuen Posten befürchten sie zu wenig Zeit für Patienten und ihre Familien. Zudem bereitet das Studium sie nur unzureichend auf Kompetenzen in Führungspositionen vor.

          Debakel gegen Liverpool : Der schlimme Einbruch von Manchester United

          Manchester United erlebt ein Desaster. Die Fans sind wütend, enttäuscht und desillusioniert. In den Fokus gerät mehr und mehr Trainer Ole Gunnar Solskjaer – selbst wenn er eine Vereinslegende ist.
          „Fifty Shades“ lässt grüßen: Eva Illouz und Dana Kaplan zufolge ist Sadomasochismus inzwischen ein „Mittelklassehobby“.

          Ökonomie und Sexualität : Gibt es also neoliberalen Sex?

          Wie man Selbstwert und Resilienz am besten kultiviert: Eva Illouz und Dana Kaplan spekulieren über die Wirkung eines entspannten Liebeslebens auf Berufsaussichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.