https://www.faz.net/-gtm-a1aoa

Frankfurter Zukunftsplanung : Darum will die Eintracht mit Hütter verlängern

  • -Aktualisiert am

Die Tür ist auf für eine verlängerte Zukunft in Frankfurt: Trainer Adi Hütter Bild: dpa

Ein neuer Vertrag von Eintracht-Trainer Adi Hütter ist ausgehandelt. Bald soll er sich für eine längere Zeit an den Klub binden. Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben – und was besser werden muss.

          3 Min.

          Der in Vorarlberg (Hohenems) geborene Adi Hütter kann sich gut vorstellen, Trainer der österreichischen Nationalmannschaft zu werden. Aber das ist kein Thema, das den 50 Jahre alten Eintracht-Trainer aktuell beschäftigt, es ist eine Zukunftsvision. Zum einen hat der deutsche Auswahltrainer Franco Foda seinen Vertrag in Österreich jüngst bis zum Ende der WM-Qualifikation im Jahr 2022 verlängert. Und die berufliche Perspektive von Hütter wird auch in Zukunft außerhalb seiner Heimat liegen: im Herzen von Europa, in Frankfurt.

          Die Online-Flatrate: F+
          FAZ.NET komplett

          Zugang zu allen exklusiven F+Artikeln. Bleiben Sie umfassend informiert, für nur 2,95 € pro Woche.

          Jetzt 30 Tage kostenfrei testen

          Denn momentan deutet alles darauf hin, dass sich der Fußballlehrer demnächst bis zum Ende der Bundesliga-Saison im Jahr 2023 an die Eintracht binden wird. Es ist der große Wunsch von Sportvorstand Fredi Bobic, die Zusammenarbeit mit Hütter – dessen Vertrag ist noch bis zum 1. Juli 2021 datiert – vorzeitig zu verlängern, am liebsten zusätzlich mit einer Option auf die Spielzeit 2023/2024. Die wesentlichen Vertragsbestandteile sind zwischen den Parteien bereits festgelegt worden, nun bedarf es wohl nur noch der Unterschrift.

          In Zeiten großer Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie schafft die neue Übereinkunft Planungssicherheit auf der zentralen Position. Außerdem sind die Verantwortlichen der Überzeugung, mit dem Berner Meistertrainer von 2018 unter dem Strich einen Garanten für Erfolg und Stabilität in ihren Reihen zu haben. Trotz zwischenzeitlicher Rückschläge konnte Hütter in der Endabrechnung alle Zielvorgaben erfüllen.

          In den vergangenen beiden Bundesliga-Spielzeiten mit den Plätzen neun und sieben gewann der Trainer insgesamt 99 Punkte mit seiner Mannschaft. Diese Ausbeute beschert ihm einen persönlichen Top-Platz im Ranking der erfolgreichsten Frankfurter Erstliga-Trainer. Von insgesamt 104 Pflichtspielen, die das zurückliegende Mammutprogramm der Eintracht eindrucksvoll dokumentieren, hat Hütter 50 mit seinem Team gewonnen, 35 gingen verloren. Auch das ist in der Gesamtbetrachtung eine vorzeigbare Bilanz.

          Frei von Reibung ist die Zusammenarbeit zwischen Hütter und Bobic nicht. Beide sind nicht immer einer Meinung. Aber sie wissen auch in problematischen Zeiten gut damit umzugehen, weil sich der Trainer und der Sportvorstand immer mit gegenseitigem Respekt begegnen. Es wird lösungsorientiert gearbeitet. Hütter ist in den schwierigen Saisonphasen der Eintracht nicht entgangen, dass nie Zweifel an seiner Arbeit laut geworden sind. Er spürte stattdessen immer die volle Rückendeckung seiner Vorgesetzten, die ihn auch nach Niederlagenserien nach Kräften stärkten.

          Ein Defizit an Vertrauen hätte Hütter, der in seinen zwölf Trainerjahren bisher erst ein Mal entlassen wurde, tief getroffen. So aber sieht er in der Spitze und Breite ein sehr gutes Verhältnis zu allen Frankfurter Vorstandsmitgliedern, das Gleiche gilt für den Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Steubing. Das ist für Hütter, der heute auf etwas mehr als 500 Pflichtspiele auf dem Trainerposten zurückblicken kann, die Basis einer langfristigen und mit Erfolg verknüpften Arbeitsbeziehung. Das Zwischenmenschliche muss stimmen.

          Weitere Themen

          Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol Video-Seite öffnen

          DFL-Chef Seifert : Keine Gästefans, keine Stehplätze, kein Alkohol

          Die Klubs der ersten und zweiten Bundesliga haben sich laut dem Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) Christian Seifert auf gemeinsame Richtlinien geeinigt. Doch gerade die hartgesottenen Ultragruppierungen dürften nicht begeistert sein.

          Topmeldungen

          Stahlproduktion in Großbritannien: Bislang die einzige Industrie, die überhaupt Unterstützung der Regierung erhielt.

          Wirtschaft in Krisenzeiten : Wenn der Staat das Steuer übernimmt

          Schwere Krisen boten Regierungen schon immer die Gelegenheit, lenkend in die Wirtschaft einzugreifen. Nicht nur in Deutschland passiert das nun wieder. Unsere Korrespondenten berichten aus Amerika, Frankreich, Großbritannien, Italien und Südkorea.

          Identitätspolitik : Junge Linke gegen alte Linke

          Was alte Linke über Minderheiten sagen, finden junge Linke rassistisch. Und was die Jungen sagen, galt bei den Alten früher als Vorstufe des Faschismus. Es geht ein tiefer Riss durch das linke Lager.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.