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Frankfurt gegen Mainz : Die Eintracht will die Woche vergolden

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„Erst wenn es rechnerisch nicht mehr geht, dass wir absteigen, sind wir gerettet“: Adi Hütter Bild: dpa

Nach dem 3:0-Sieg in Bremen geht der Blick der Frankfurter vor dem Rhein-Main-Derby nach oben. Mit weiteren drei Punkten im Duell mit Mainz kommen sogar die Plätze für den Europapokal wieder nahe.

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          Für die Hängematte reicht es noch nicht, aber die Beruhigungspille, die sich die Frankfurter Eintracht durch den 3:0-Auswärtssieg bei Werder Bremen selbst verabreicht hat, ist so groß, dass der hessische Fußball-Bundesligaklub ganz entspannt über die Zielgerade der Saison 2019/20 spazieren kann. „Erst wenn es rechnerisch nicht mehr geht, dass wir absteigen, sind wir gerettet“, machte Eintracht-Trainer Adi Hütter pflichtschuldig die Einschränkung bei seiner Antwort auf die Frage, ob sein Verein nun weiter für die Bundesliga planen könne. Aber der 50 Jahre alte Österreicher stellte auch die Bedeutung dieser drei Punkte heraus: „Ganz, ganz wichtig.“ Und er erwähnte dann das nächste „ganz, ganz wichtige Heimspiel gegen Mainz“.

          Bundesliga
          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Bei zehn Punkten Vorsprung vor Werder, acht Punkten vor Düsseldorf und sieben Punkten vor Mainz wäre ein weiterer Sieg im Derby gegen die Rheinhessen der endgültige Schritt Richtung Hängematte. Wobei mit dann 38 Punkten Rang sieben wieder in Reichweite käme, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League berechtigte. Mit der Hängematte wird es also erst mal nichts werden. „Wir wollen die Woche vergolden mit dem dritten Sieg im dritten Spiel. Und gegen Mainz ist das machbar“, meinte der defensive Mittelfeldspieler Dominik Kohr und fügte an: „Dann ist für uns auch nach vorne noch einiges möglich.“

          Auch Makoto Hasebe scheute sich nicht davor, wieder Ansprüche auf einen Platz in Europapokal-Nähe zu stellen, falls das Derby gewonnen würde. Der 36 Jahre alte Japaner ist einer der Gründe für den Aufschwung der Eintracht in den letzten Begegnungen. Mit seiner Antizipationsfähigkeit lässt der Libero viele Lücken, die sich zuvor in und vor der Abwehr aufgetan hatten, gar nicht erst entstehen. Zudem verleiht er dem Aufbauspiel der Eintracht mehr Qualität. Und sein Manko, das er im Herbst offenbarte, hat er auch überwunden: Durch die Corona-Pause befindet sich der Oldie in einer körperlichen Verfassung, die ihn die allermeisten Zweikämpfe wieder gewinnen lässt.

          Sogar gegen viel robustere Stürmer wie den Wolfsburger Weghorst und den Bremer Selke. Beim 100. Bundesliga-Aufeinandertreffen der Eintracht mit Werder stellte Hasebe den Bundesligarekord für asiatische Spieler ein. Der ehemalige japanische Nationalmannschaftskapitän weist nun wie Bum-Kun Cha 308 Einsätze in der deutschen Eliteliga auf. „Es können ja noch ein paar mehr werden“, meinte Hasebe darauf angesprochen. Mit dem südkoreanischen Stürmer, der mit der Eintracht und mit Bayer Leverkusen Uefa-Cup-Sieger wurde, wollte er sich nicht vergleichen: „Ein ganz großer Spieler, ich habe Riesenrespekt vor ihm. Und er hat über 100 Tore geschossen, das werde ich nicht mehr schaffen.“ Wahrscheinlich, Hasebe verlängerte seinen Vertrag in Frankfurt kürzlich um ein Jahr und nicht um 20.

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