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Sorge in Bundesliga : Drei positive Corona-Tests beim 1. FC Köln

  • Aktualisiert am

Beim 1. FC Köln gibt es drei positive Corona-Fälle. Bild: Picture-Alliance

Die Fußball-Bundesliga kämpft um einen Neustart der Spiele. Nun wird bekannt, dass es beim 1. FC Köln drei Corona-Infizierte gibt. Und nun? Der Trainingsbetrieb beim Klub soll dennoch weiterlaufen.

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          Beim 1. FC Köln sind wenige Wochen vor dem erhofften Neustart der Fußball-Bundesliga drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub am Freitagabend mit. Am Donnerstag hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit den Corona-Tests bei den 36 Erst- und Zweitligavereinen begonnen.

          Nach einer Bewertung der Fälle durch das zuständige Gesundheitsamt müssen die drei positiv getesteten Personen, die allesamt symptomfrei sind, in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Der Trainingsbetrieb in Gruppen könne aufgrund der seit Anfang April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen jedoch weiterhin wie geplant weiterlaufen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen nannte der Klub weder Namen noch Funktion der Betroffenen.

          Gisdol: Wie früher auf dem Bolzplatz

          „Die Gesundheit und die Privatsphäre unserer Spieler und Mitarbeiter haben Vorrang vor allen anderen Überlegungen“, sagte Horst Heldt, Geschäftsführer Sport beim FC: „Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können.“

          Man sehe jetzt im Alltag, „dass unser Konzept frühzeitig Risiken erkennt und reduziert“, sagte zudem Dr. Tim Meyer, Nationalmannschaftsarzt und Leiter der „Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ der DFL: „Wir sind überzeugt, dass wir den Spielern mit unserem Konzept die Ausübung ihres Berufs unter bestmöglichem Infektionsschutz ermöglichen können.“

          Die regelmäßigen Tests sind eine der Voraussetzungen für die von der DFL angestrebte Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Das Arbeitsministerium hatte gefordert, dass schon vor der Aufnahme des Mannschaftstrainings zwei Tests bei jedem Profi durchgeführt werden, die meisten Teams planen den Einstieg ins das Teamtraining für die kommende Woche.

          Zuvor hatte Köln-Trainer Markus Gisdol noch einem Interview erklärt, in Geisterspielen auch eine Rückkehr zu den Anfängen der meisten Fußballspieler zu sehen. „Ich stelle es mir vor wie früher auf dem Bolzplatz: Dort wurden wir auch nicht angefeuert - sondern wir haben alles gegeben, weil wir das Spiel lieben“, sagte Gidsol dem Kölner „Express“: „Es wird extrem ehrlich werden. Wir kommen zurück zu den Wurzeln, zur Basis.“

          Sollte die Bundesliga wie erhofft in diesem Monat die Saison trotz der Coronavirus-Pandemie fortsetzen können, werden Zuschauer ausgeschlossen sein. Mit seiner Mannschaft erlebte Gisdol das bereits vor dem Zwangsstopp beim Nachholspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die Kölner verloren das Rheinderby in Gladbach mit 1:2.

          Gisdol erklärte im „Express“, worauf es in solchen Spielen ohne die sonst gewohnte Unterstützung ankommt. „Ohne Fans müssen die Spieler das aus sich herauskitzeln, was sie einst zum Bundesliga-Profi gemacht hat.“ Es gebe Spieler, die dabei keine Hilfe bräuchten, aber auch Profis, die sich schwerer tun würden. „Diese Jungs werden wir daran erinnern, wofür sie Fußball spielen und warum sie dieses Spiel so lieben. Wir arbeiten gerade intensiv daran und nehmen uns viel Zeit, genau diese Themen zu besprechen“, betonte der 50-Jährige.

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