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Borussia Dortmund : „Das sieht einfach scheiße aus“

  • Aktualisiert am

Nicht nur Andrej Jarmolenko lässt in Dortmund gerade den Kopf hängen. Bild: KOPATSC/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Zum Ärger um Aubameyang kommt beim BVB eine handfeste Krise. In Stuttgart macht sich Dortmund das Leben selbst schwer. Kurios ist vor allem das erste Gegentor. Danach gibt es klare Worte.

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          Ärger mit Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, fünf Liga-Spiele ohne Sieg und die schwierigen Partien gegen Tottenham Hotspur und den FC Schalke 04 vor der Brust: Bei Borussia Dortmund läuft es momentan einfach nicht. „Wir müssen durch diese Phase durch. Wir müssen für Ergebnisse kämpfen. Dass wir im Moment nicht die Sterne von Himmel spielen, ist für mich nicht das Problem. Wir müssen uns diese Ergebnisse erkämpfen“, sagte Kapitän Marcel Schmelzer nach dem 1:2 (1:1) beim Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart.

          Bundesliga

          Bei den Schwaben herrschte nach dem Comeback des zuletzt schwer am Kopf verletzten Christian Gentner, dem ersten Sieg von Trainer Hannes Wolf in einem Duell mit seinem früheren Klub und dem perfekten Start ins Wochenende beste Laune – Dortmund dagegen bleibt auch nach der Länderspielpause im Krisenkommunikationsmodus. Wenn es dumm läuft, stehen die Borussen nach dem zwölften Spieltag in der Fußball-Bundesliga nicht mal mehr auf einem Champions-League-Platz.

          Zur Suspendierung von Aubameyang wollte sich Schmelzer nicht äußern („Das ist intern, das bleibt intern und das werden wir auch intern regeln“), in der Debatte um Trainer Peter Bosz und die Kritik an dessen defensiv Anfälligem System bezog der ehemalige Nationalspieler aber abermals klar Position. „Für uns als Mannschaft stellt sich diese Trainerfrage nicht. Nicht der Trainer macht den Fehler zu dem Gegentor, sondern wir Spieler. Wir müssen den Karren aus dem Dreck ziehen, wir haben ihn auch da rein gebracht“, betonte Schmelzer.

          Auch in der mit 58.932 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz Arena machten sich die BVB-Profis das Leben früh selbst sehr schwer. Ein eigentlich harmloser Rückpass von Marc Bartra auf Torwart Roman Bürki wurde wegen eines Missverständnisses zur Vorlage für Chadrac Akolo. Der Kongolese konnte in der fünften Minute ins leere Tor einschieben. „Das sieht einfach scheiße aus. Das muss man so sagen. Das war eine Slapstick-Einlage, wo keine große Gefahr war“, sagte Julian Weigl.

          Dennoch war Dortmund in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft mit den klareren Torchancen. „Was die Spieler in der ersten Halbzeit gezeigt haben, ist auch eine gute Mentalität. Die Reaktion war schon da“, sagte Trainer Bosz. „Das Resultat nicht. Das ist enttäuschend.“ André Schürrle, der anstelle des suspendierten Aubameyang in der Sturmzentrale zu seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison kam, scheiterte mit seinem Handelfmeter unmittelbar vor der Pause an Ron-Robert Zieler. Für den VfB-Keeper war es der erste abgewehrte Bundesliga-Elfmeter nach 21 erfolglosen Versuchen, einen Eintrag in die Geschichtsbücher ersparte er sich damit. Im Nachschuss verwandelte Maximilian Philipp dennoch zum Ausgleich (45.+3.).

          Doch die Gäste leisteten sich auch nach dem Seitenwechsel Fehler in der Abwehr und kassierten prompt das 1:2 durch Josip Brekalo (51.). Vorausgegangen war ein langer Ball von Berkay Özcan, den die Defensive des BVB nicht gut verteidigen konnte. „Das nehme ich auf mich“, sagte Schmelzer. „Wenn man so einfach die Tore rein bekommt, dann wird es schwer, zu gewinnen“, sagte Bosz. Dortmund hat auch nach der Länderspielpause die gleichen Diskussionen wie davor, Stuttgart dagegen kann mit Selbstvertrauen zum Duell der Aufsteiger nach Hannover reisen am kommenden Wochenende. „Mannschaften wie Hannover oder Bremen sind auf Augenhöhe, da müssen wir punkten. Sowas nehmen wir aber sehr gerne mit“, sagte Zieler.

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