https://www.faz.net/-gtm-y8qe

Bundesliga : Dieses Mal lacht Dortmund nicht über die Verfolger

  • Aktualisiert am

Fingerzeig für die Liga: Robben trifft doppelt bei Bayerns 4:0 gegen Hoffenheim Bild:

Borussia Dortmund verpasst in Kaiserslautern den Auswärtssieg. Leverkusen gewinnt in Frankfurt und verringert damit den Rückstand auf zehn Punkte. Die Bayern siegen gegen Hoffenheim. Felix Magath findet derweil neue Schalker Freunde. Der 22. Spieltag der Bundesliga.

          2 Min.

          Bayer Leverkusen bleibt in der Fußball-Bundesliga erster „Verfolger“ von Spitzenreiter Borussia Dortmund. Mit dem 3:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt festigte die Werkself am 22. Spieltag ihre Position als Nummer zwei und reduziert den Rückstand nach dem 1:1-Unentschieden des Tabellenführers auf zehn Zähler. Die Borussia erreichte am Abend in Kaiserslautern nach zwei späten Toren von Lars Bender (82. Minute) und Jan Moravek (89.) nur ein 1:1. Zusätzlicher Wermutstropfen für die Dortmunder war die Gelb-Rote Karte für Innenverteidiger Neven Subotic wenige Minuten vor Schluss.

          Einen Champions League-Platz fest im Visier hat auch der FC Bayern München, der 1899 Hoffenheim am Samstag 4:0 schlug und vorerst Dritter ist. Im Kampf um den Klassenverbleib gab es für den VfB Stuttgart mit dem 1:4 gegen den 1. FC Nürnberg einen empfindlichen Rückschlag. Borussia Mönchengladbach verlor im „Abstiegs-Endspiel“ beim FC St. Pauli mit 1:3 und muss mehr denn je den dritten Sturz in die Zweitklassigkeit fürchten. Leverkusen ist in der Liga weiter oben dran, Michael Ballack erst einmal außen vor. Trainer Jupp Heynckes setzte den noch nicht formstabilen Nationalmannschaftskapitän a.D. in Frankfurt zunächst auf die Bank. Doch auch ohne Ballack setzte die Werkself ihre in Nürnberg unterbrochene Erfolgsserie auf fremden Plätzen fort. Simon Rolfes (9. Minute), Renato Augusto (32.) und Hanno Balitsch (84.) trafen gegen die Eintracht, der auch im vierten Rückrundenspiel kein Tor gelang.

          Mit der Flügelzange Arjen Robben/Franck Ribéry zeigte sich auch der FC Bayern gut erholt vom 2:3-Schock vor Wochenfrist in Köln. Der 17. Treffer von Mario Gomez, der nach 1:27 Minuten das bisher schnellste Saisontor der Münchner erzielte, und Thomas Müller (15.) stellten schon vor der Pause die Weichen zum Sieg gegen Hoffenheim. Der überragende Robben, der erstmals seit dem Pokal-Finale 2010 wieder gemeinsam mit Ribéry in der Startelf stand, stellte in der 63. und 81. Minute den 4:0-Endstand her.

          Kampf ist Trumpf: Kaiserslautern (mit Tiffert) trotz Tabellenführer Dortmund (mit Sahin) ein 1:1-Unentschieden ab
          Kampf ist Trumpf: Kaiserslautern (mit Tiffert) trotz Tabellenführer Dortmund (mit Sahin) ein 1:1-Unentschieden ab : Bild: dpa

          „Herr Litti“ verliert beim Debüt

          So hatte sich Pierre Littbarski seinen Einstand als Chefcoach beim VfL Wolfsburg sicher nicht vorgestellt. Nach dem 0:1 im Nordderby gegen den Hamburger SV schweben die Niedersachsen weiter in akuter Abstiegsgefahr. Mladen Petric brachte per Foulelfmeter (33.) den HSV-Sieg unter Dach und Fach. Im dritten Anlauf gelang Schalke 04 mit dem 1:0 gegen den SC Freiburg der erste Bundesliga-Heimsieg nach der Winterpause. Jefferson Farfan (49.) traf für die Elf von Felix Magath. Für die Breisgauer endete in der Veltins-Arena eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage.

          Eine Woche nach dem Hoffnung weckenden Auswärtssieg in Gladbach gab es für den VfB Stuttgart mit dem 1:4 gegen Nürnberg den nächsten herben Rückschlag im Abstiegskampf. Timmy Simons (11.), VfB-Leihgabe Julian Schieber (28.), Timothy Chandler (52.) und Mehmet Ekici (63.) machten bei einem Gegentor von Patrick Funk (45.+1) den dritten Erfolg in Serie für den „Club“ perfekt. Die Schwaben kassierten schon die siebte Heimniederlage und verpassten einmal mehr den Sprung von den Abtiegsrängen. Wegen fehlender Spielberechtigung musste der ersatzgeschwächte VfB auf den Japaner Shinji Okazaki verzichten.

          Für Schlusslicht Mönchengladbach wird die Rettung immer schwieriger. Das 1:3 am Hamburger Millerntor machte den fünfmaligen Meister um eine weitere Hoffnung ärmer - und Trainer Frontzeck um seinen Job(siehe: Borussia Mönchengladbach: Frontzeck muss gehen). Dabei hatte es nach dem 1:0 durch Igor de Camargo (9.) gut für die Gäste ausgesehen. Doch nach der Roten Karte gegen den Torschützen wegen einer Tätlichkeit (21.) brachen alle Dämme. Max Kruse (37.), Gerald Asamoah (53.) und Matthias Lehmann (59.) trafen für St. Pauli, das einen Sprung auf Platz zwölf machte.

          Werder mühsam, Köln glanzvoll

          Am Sonntag glänzte zunächst der 1. FC Köln beim vierten Heimsieg in Serie. Dieses Mal musste Mainz 05 beim 4:2-Sieg nach je zwei Toren von Podolski und Novakovic dran glauben. Die Treffer von Allagui und Sliskovic reichten nicht für Mainz.

          Werder Bremen ernährt sich auch beim 1:1 gegen Hannover 96 nur mühsam wie ein Eichhörnchen, verhindert aber immerhin den Sturz auf einen Relegationsplatz.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Protest gegen die PiS vor dem Verfassungsgericht in Warschau am 31. August

          Polen und die EU : Die wachsende Gefahr des Polexits

          Die nationalkonservative PiS-Regierung will Polen wohl nicht aus der EU führen. Aber sie nimmt das Risiko mutwillig in Kauf, weil sie ihre Macht über das Wohl des Landes stellt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.