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Thomas Müller : Der Nimmermüde des FC Bayern

  • -Aktualisiert am

Schaut nicht nur auf sich: Thomas Müller Bild: dpa

Thomas Müller hat diese untrügerische Ahnung für den Ball. Dazu ist er sich für nichts zu schade. Der FC Bayern profitiert derzeit enorm davon. Und dann ist da ja immer noch das Thema deutsche Nationalmannschaft.

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          Uwe Neuhaus geriet nach der 1:4-Niederlage seiner Mannschaft ins Schwärmen. Über Thomas Müller, der beim 4:1-Sieg des FC Bayern München bei der Bielefelder Arminia zwei Tore (8./51. Minute) in seiner typischen Manier schoss. Der Mann hat eine untrügliche Ahnung, wo der Ball im finalen Moment landen wird: oft genug bei ihm, dem selbsternannten „Raumdeuter“ der Bundesliga. „Thomas Müller zu sehen ist eine Augenweide“, bekannte der Trainer des Verlierers aus der Sicht eines Fußballliebhabers. Da das Spiel über weite Strecken einseitig verlief, fiel dem 60 Jahre alten Fußballfuhrmann das Kompliment für den früheren und, wenn er so weitermacht, womöglich auch wieder künftigen Nationalspieler aus München leicht. Müller traf nämlich in Bielefeld bei seinen Saisontoren zwei und drei mit einer Selbstverständlichkeit, die den Großen dieses Sports mit wachsendem Alter eigen ist.

          Bundesliga

          Da der einzige Bayer im Bayern-Team aber noch nie ein Egoshooter war, war danach weniger von seiner Trefferbilanz als von seiner Torvorlage zum 3:0 für den notorischen Liga-Schützenkönig Robert Lewandowski (45+1) die Rede. Sie war nämlich der 150. Assist in der langen Karriere dieses Naturtalents. 150 Mal der Torvorbereiter gewesen zu sein, das ist noch niemand gelungen, seit diese Qualität kurz vor Toresschuss statistisch erfasst wird, also seit der Spielzeit 1988/89. Der uneigennützige Müller, der nicht nur auf sich schaut, glänzt nicht nur mit oft originell anmutenden Treffern, sondern auch als jemand, der intuitiv spürt, wer wo am aussichtsreichsten vor dem gegnerischen Tor lauert.

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