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Bei Mainz in der Bundesliga : Die Rückkehr des Danny da Costa

  • -Aktualisiert am

Danny da Costa ist wieder fit. Bild: Huebner

Nach auskurierter Verletzung fühlt sich da Costa bereit, bei den Mainzern eine wichtige Rolle zu spielen. Doch jetzt muss er sich gegen die Konkurrenz behaupten. Das ist keine einfache Aufgabe.

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          Danny da Costa musste lange auf diesen Moment warten. Für einen, der während seines ersten Engagements beim FSV Mainz 05 flugs Stammkraft geworden war und diesen Status bis Saisonende behielt, sogar sehr lange. Entsprechend gut ging es ihm nach dem jüngsten Bundesligaspiel der Rheinhessen: Beim 1:1 gegen Hertha BSC hatte Trainer Bo Svensson den Rechtsverteidiger in der 59. Minute aufs Feld geschickt – zum ersten Mal in dieser Saison.

          Bundesliga

          „Für mich war meine Einwechslung ein schönes Gefühl“, sagt da Costa. „Dafür bin ich Profi, um auf dem Platz zu stehen.“ Als der inzwischen 29-Jährige im Sommer nach einer Saison von der Frankfurter Eintracht an den Bruchweg zurückkehrte, diesmal nicht für eine sechsmonatige Ausleihe, sondern mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet, war die Perspektive eine andere.

          Da Costa sollte mit Silvan Widmer um den Platz auf der rechten Außenbahn konkurrieren – per se schon keine ganz einfache Aufgabe, nachdem der Schweizer Nationalspieler in der zurückliegenden Spielzeit Platzhirschstatus erworben und obendrein vier Tore erzielt und fünf weitere vorbereitet hatte. Derweil war da Costa in Frankfurt nach schwachen ersten Wochen des gesamten Teams in die zweite und dritte Reihe geraten, aus denen er nur noch sporadisch nach vorne trat.

          Endlich schmerzfrei

          Wieder in Mainz, sollte sich das ändern. In da Costa verfüge die Mannschaft „automatisch über einen weiteren Führungsspieler“, betonte Trainer Svensson zu Beginn der Vorbereitung. Tatsächlich aber dauerte es rund zweieinhalb Monate, bis die 05er im Rückkehrer über einen Spieler verfügten. Eine Schambeinentzündung, die er sich noch bei der Eintracht zugezogen, aber nicht richtig ausgeheilt hatte, setzte ihn während der gesamten Vorbereitung außer Gefecht.

          Erst am sechsten Spieltag saß da Costa zumindest wieder auf der Bank, am siebten dann gab er sein Saisondebüt. „Ich habe lange darauf hingearbeitet, wieder schmerzfrei zu sein“, sagte er nach der Partie gegen die Hertha. „Und ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte, das Spiel irgendwie zu drehen und wenigstens noch einen Punkt zu holen.“

          Selbstverständlich hofft da Costa, dass nach der länderspielbedingten Pause möglichst schnell möglichst viele Einsätze hinzukommen. Sehr wohl bewusst ist er sich jedoch der Tatsache, dass aus dem Zweikampf um die rechte Position in der Fünferkette inzwischen ein Dreikampf geworden ist. Nicht mehr nur mit Widmer muss er sich mannschaftsintern um die Planstelle sportlich streiten, sondern etwas überraschend auch mit Edimilson Fernandes, dem zweiten Schweizer im Kader.

          Konkurrenzkampf annehmen

          Vorige Saison nach Bielefeld und Bern verliehen, galt der eigentlich als Verkaufskandidat – doch ein Käufer fand sich nicht. Angesichts der ansprechenden Leistungen in den Testspielen empfand 05-Trainer Svensson den Verbleib des 2019 aus Florenz gekommenen und vor der Ausleihe chronisch unter seinen Möglichkeiten gebliebenen Fernandes keineswegs als Ballast. Und als Widmer am ersten Spieltag beim VfL Bochum ausfiel, durfte dessen Landsmann ran und bereitete die Führung vor.

          Was bedeutet das für Danny da Costa? „Mir war klar, dass, wenn ich zurückkomme, nicht alle ‚hurra’ schreien und ich jedes Spiel spielen werde“, sagt er. Den Konkurrenzkampf nehme er auch mit einem Mann mehr an, wie er ihn in den vergangenen Wochen angenommen habe. „Edi macht das ja gut“, bescheinigt er Fernandes. „Wir verstehen uns untereinander auch alle sehr gut. Es ist nicht so, dass wir uns im Training pausenlos auf die Socken hauen.“

          Auch wenn er neben dem ebenfalls eingewechselten Torschützen Anthony Caci, der die linke Bahn bearbeitete, zu den auffälligsten Spielern der zweiten Halbzeit gegen Hertha gehörte, wolle er keine Ansprüche auf weitere Einsätze auf die verbale Tour anmelden. „Ich bin der Letzte, der wegen so etwas zum Trainer rennt“, versichert da Costa. „Ich versuche, mich auf dem Platz und im Training anzubieten und es dem Trainer so schwer wie möglich zu machen. Das versuchen die anderen auch, das ist unser Job. Und dann hoffe ich, dass Bo, wenn er die Aufstellung macht, sich zumindest ein bisschen den Kopf zerbrechen muss.“

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