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3:1 gegen Bremen : Mainz bleibt erstklassig, Werder droht der Untergang

Klares Zeichen: Mainzer Fäuste nach dem Führungstor Bild: EPA

Werder Bremen kann sich nach der Niederlage in Mainz nicht mehr aus eigener Kraft in der Bundesliga halten. Dagegen bleiben die 05er dank ihres Endspurts erstklassig.

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          Werder Bremen ist noch nicht abgestiegen, aber die Hoffnungen schwinden nach der 1:3-Niederlage bei Mainz 05 immer mehr, dass das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga den zweiten Abstieg in die Zweitklassigkeit nach 1980 verhindern kann. Am letzten Spieltag am kommenden Samstag muss Werder nicht nur gegen Köln gewinnen, sondern zugleich auf Schützenhilfe von Union Berlin gegen Fortuna Düsseldorf hoffen, um doch noch den Relegationsplatz und somit die Hoffnung auf einen Klassenverbleib über den Umweg der Relegation zu erreichen.

          Bundesliga
          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Mainzer haben hingegen in einem von Nervosität geprägten Abstiegskampfduell ihren „ersten Matchball“, wie Sportvorstand Rouven Schröder das Spiel gegen den Verfolger aus Bremen bezeichnete, genutzt und verbleiben auch im zwölften Jahr in Serie in der Bundesliga. Zu verdanken hatten die Mainzer den Sieg den Treffern von Robin Quaison (25. Minute), Jean-Paul Boetius (30.) und Edimilson Fernandes (85.) bei einem Bremer Treffer durch Yuyu Osako (58.). Die Feierlichkeiten fielen, auch wenn T-Shirts verteilt wurden, aufgrund der Leere im Stadion dezent aus.

          „Ich bin stolz auf Euch, Männer!", brüllte Sportvorstand Rouven Schröder seinen im Kreis versammelten Profis dabei aber entgegen. Sein  Fazit: „Andere werden am Stück Meister, wir bleiben am Stück in der Liga.“ Bremens Trainer Florian Kohfeldt meinte derweil niedergeschlagen: „Da ist aktuell viel Leere, weil wir hier eine große Chance hatten, die haben wir verpasst. Jetzt wird es sehr schwer, auch wenn es noch möglich ist. Wir werden alles probieren.“

          Werder begann in Mainz mutig: Joshua Sargent scheiterte mit einem ersten Schussversuch am glänzend reagierenden Mainzer Torhüter Florian Müller. Leonardo Bittencourts Schuss aus zwölf Metern strich kurz danach um wenige Zentimeter am rechten Torwinkel vorbei. Anschließend übernahmen die Mainzer die Kontrolle: Nach einem Onisiwo-Kopfball konnte Klaassen den Ball noch am Überschreiten der Linie hindern, Quaison drückte den Ball aber anschließend die entscheidenden Zentimeter hinter den Kreidestrich.

          Nur fünf Minuten später ließen die Bremer den Mainzer Kapitän Danny Latza so durchs Mittelfeld spazieren, dass dieser sich sogar ein Kabinettstückchen per eingesprungenem Hackentrick erlauben konnte beim Zuspiel auf Boetius, der aus 18 Metern traf (30.).

          Doch es gab ein Bremer Lebenszeichen: Der eingewechselte Niclas Füllkrug (53.) scheiterte noch an Müller, wenige Minuten später leitete er dann aber den Anschlusstreffer durch Osako ein. Werder hoffte wieder, eigene Chancen erspielten sich die Bremer aber nicht mehr. Lediglich Torwart Jiri Pavlenka hielt sein Team mit zwei Glanztaten gegen Szalai und Onisiwo im Spiel, ehe er gegen Fernandes chancenlos war.

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