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1:2 gegen Bremen : Dortmunder Krise wird immer schlimmer

  • -Aktualisiert am

Auch Aubameyang konnte die Dortmunder Misere nicht beenden. Bild: Reuters

Selbst im Heimspiel gegen das Kellerkind Bremen gibt es keinen Sieg für den BVB. Nach dem Ausgleich geht bei der Borussia wieder einiges schief. Nun rückt die Trennung von Trainer Peter Bosz näher.

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          Alle Neune, so wollten sich die Dortmunder nicht rauskegeln lassen nach acht Pflichtspielen ohne Sieg. Peter Bosz, der Trainer der Borussia, um den es am Samstag auch ging, formulierte seine Ansprüche an das Bundesligaduell gegen Werder Bremen denn auch im kategorischen Imperativ: „Wir müssen gewinnen.“

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          Und Sportdirektor Michael Zorc, der Sportdirektor des BVB, ließ an dieser nicht verhandelbaren Zielsetzung ebenso wenige Zweifel: „Gegen Bremen geht es nur um das Ergebnis, wir brauchen jetzt wieder einen Sieg.“ Doch daraus wurde nichts. Die Bremer, unter Trainer Kohfeldt stabilisiert und auf Platz 16 vorgerückt, siegten verdientermaßen 2:1 durch die Tore von Maxi Eggestein (26. Minute) und Gebre Selassie (65.). Den Dortmunder Treffer erzielte Bargfrede per Eigentor (57.). Ob sich Bosz weiter an der überfälligen Trendwende versuchen darf, bleibt die Frage. Vieles spricht gegen den Niederländer.

          Schon zur Pause sah es für Bosz und seine Borussia schlecht aus. Werder, die bessere Mannschaft mit dem besseren Plan, führte verdientermaßen durch Eggesteins plazierten Schuss 1:0. Wenn es dazu noch Abschlussmöglichkeiten gab, besaßen sie allesamt die Bremer, die den ideenlosen Tabellensiebten defensiv ins Leere laufen ließen und offensiv unter Druck setzten.

          Kaum zu glauben, dass Bosz in diesem wegweisenden Spiel auf seine beiden defensiven Mittelfeldspieler Sahin und Weigl verzichtete und dafür den in Dortmund noch nicht so recht angekommenen Dahoud sowie Kagawa, dessen Stärken in der Offensive liegen, als Ordnungskräfte aufbot. Unter den Umständen war es nur verständlich, dass das Dortmunder Publikum seine Mannschaft mit einem wütenden Pfeifkonzert in die Kabine schickte. Doch auch die Bremer hatten Sorgen: Fin Bartels wurde mit Verdacht auf Achillessehnenriss in der 33. Minute ausgewechselt. „Ich hoffe, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigt. Er wäre ein großer Verlust für uns“, sagte Trainer Kohfeldt.

          Unzufrieden an der Seitenlinie: Dortmund-Trainer Bosz. Bilderstrecke

          Zur zweiten Hälfte war Sahin dann im Spiel, und dazu Schürrle. Schon erhöhte der BVB die Schlagzahl. Die beiden Warnschüsse von Kagawa (47.) und Schürrle (52.) konnte Pavlenka noch parieren, ehe den Werder-Torwart ein Mitspieler, Bargfrede, bezwang, der den Ball im Duell mit Aubameyang ins eigene Tor lenkte. Vorteil Dortmund? Von wegen. Werder fing sich und ging aufs Neue in Führung: durch Gebre Selassies wuchtigen Kopfball nach einem Eckstoß des wieder einmal vorzüglichen Kruse. Dem hatte der BVB außer Kagawas vergebener Chance (72.) nichts mehr entgegenzusetzen.

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