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Borussia Dortmund : „Gegen Leipzig wird es brennen bei uns“

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Marco Reus und Borussia Dortmund gehen optimistisch ins Spiel gegen Leipzig. Bild: dpa

Das Duell zwischen dem BVB und RB ist nicht nur aus „ideologischen“ Gründen brisant. Beide rangieren vor den Bayern und wollen ihren Status als Titelaspiranten bestätigen. Und dann ist da noch der Fall Haaland.

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          Breite Brust, forsche Töne – Dortmund und Leipzig gehen gestärkt in das wohl letzte Hinrunden-Spektakel. Nach zuletzt starken Leistungen wähnen sich beide Rivalen für die Reifeprüfung der Titelaspiranten am Dienstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) gerüstet. Vier Pflichtspielerfolge in Serie haben auch den Dortmundern den Glauben an die eigene Stärke zurückgegeben. „Die Leipziger sind in einer guten Verfassung – aber wir auch. Wir haben ein Heimspiel und wollen es gewinnen“, kommentierte Sportdirektor Michael Zorc. Kapitän Marco Reus kündigte dem Spitzenreiter erbitterte Gegenwehr an: „Gegen Leipzig wird es brennen bei uns.“

          Bundesliga

          Angesichts der großen Brisanz der Partie rückte selbst die Auslosung des Champions-League-Achtelfinales, die dem BVB den Tuchel-Klub Paris-Saint-Germain und Leipzig den Münchner Gruppengegner Tottenham Hotspur bescherte, in den Hintergrund. Schließlich könnten sich die Sachsen mit einem Sieg bereits sieben Punkte vom Dritten aus Dortmund absetzen und wären der Herbstmeisterschaft nahe. Dennoch mochte Trainer Julian Nagelsmann nicht von einem vorentscheidenden Duell sprechen: „Das Spiel ist nicht zwangsläufig richtungsweisend. Wenn wir nicht gewinnen, ist unsere Saison nicht kaputt.“

          Rechtzeitig zum Showdown wechselte der BVB vom Krisen- in den Angriffsmodus. Trainer Lucien Favre, dessen Job nach dem 3:3 gegen Paderborn am 22. November stark gefährdet war, ist nach den jüngsten Siegen gegen Hertha BSC (2:1), Düsseldorf (5:0), Slavia Prag (2:1) und Mainz (4:0) wieder obenauf. Watzke sprach dem Fußball-Lehrer für dessen Abkehr von einer Abwehr-Viererkette hin zu einem 3-4-3- oder 3-5-2-System ein Lob aus. „Insgesamt hat es der Trainer sehr gut gelöst. Ich persönlich empfinde das neue System für unseren Kader als sehr passend“, sagte der Vereinschef den „Ruhr Nachrichten“.

          Ob der BVB gegen die konterstarken Leipziger jedoch abermals auf diese mutigere Variante setzt, ließ Favre am Montag offen. „Wir können auch ein anderes System spielen. Leipzig hat viel Power und macht viele Läufe in die Tiefe“, warnte der Schweizer Fußball-Lehrer am Montag. Wie die Dortmunder auch mit ihrem neuen System daheim ins Wanken geraten können, bewies Slavia Prag am vergangenen Dienstag. Mit einer den Leipzigern ähnlichen Spielanlage kamen die Tschechen zu mehreren hochkarätigen Chancen, scheiterten aber immer wieder an Torhüter Roman Bürki. Zudem könnte es sich für den BVB gerade im Duell mit dem neuen Bundesliga-Spitzenreiter als Handicap erweisen, dass mit Axel Witsel und Thomas Delaney gleich zwei defensive Mittelfeldspieler ausfallen.

          Nicht nur auf dem Rasen, sondern auch im Transferpoker um Sturm-Talent Erland Haaland kommt es zu einem Kräftemessen beider Klubs. Sowohl die Dortmunder als auch die Leipziger führten in der vergangenen Woche Gespräche mit dem 19 Jahre Norweger aus Salzburg. Ähnlich wie in sportlicher Hinsicht sind die Leipziger zuversichtlich, die Borussia übertrumpfen und Haaland verpflichten zu können. „Wir müssen uns hinter Vereinen wie Borussia Dortmund nicht mehr verstecken“, sagte Vorstandsboss Oliver Mintzlaff. BVB-Sportdirektor Zorc vermied bei diesem Thema Kampfansagen: „Wir haben uns bislang nicht zu diesem Thema geäußert. Ich mag es auch nicht, wenn andere Vereine über unsere Spieler reden. Das ist eine Frage des Respekts, Haaland ist Spieler von Salzburg.“

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