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1:1 in Leverkusen : Wieder kein Sieg für Dortmund

  • -Aktualisiert am

In Leverkusen gelingt den Dortmundern wieder kein Sieg. Bild: dpa

Gegen elf Leverkusener hat die Borussia keine Chance. Erst in Überzahl gelingt dem BVB der Ausgleich. Doch das hilft kaum weiter. Und dazu kommen noch zwei schlechte Nachrichten für Dortmund.

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          Roman Bürki, da gab es keinen Zweifel, war der beste Spieler bei Borussia Dortmund. Aber entscheidend dafür, dass der BVB am Samstag zu einem 1:1 bei Bayer Leverkusen kam, war ein Spieler des Gegners. Bis Wendell wegen rohen Foulspiels in der 41. Minute vom Platz gestellt wurde, war der Werksverein klar besser.

          Bundesliga

          So durfte sich die angeschlagene Borussia nach der Pause in Überzahl noch zu einem Unentschieden mühen. Volland hatte Leverkusen in Führung gebracht (30.), Jarmolenko nach dem Seitenwechsel für Dortmund ausgeglichen (73.) Damit haben die Serien der beiden Vereine weiter Bestand: Leverkusen blieb in den vergangenen neun Bundesligaspielen ohne Niederlage, der BVB seit sieben Partien ohne Sieg. Das dritte Unentschieden der Saison dürfte aber die Diskussionen um den Dortmunder Trainer Peter Bosz ein wenig beruhigen. Manager Michael Zorc stärkte Bosz den Rücken. „Wir haben keine anderen Trainer kontaktiert. Wir wollen mit Peter Bosz den Turnaround schaffen“, sagte Zorc im TV-Sender Sky. Am Mittwoch geht es für den BVB in der Champions League bei Real Madrid weiter, am nächsten Samstag kommt Werder Bremen nach Westfalen.

          Exakt zwanzig Jahre nach dem Weltpokalsieg in Tokio durch einen 2:0-Erfolg gegen Cruzeiro Belo Horizonte standen sich die beiden Torschützen als Gegner gegenüber. Heiko Herrlich ist seit dem Sommer Trainer von Bayer Leverkusen, Michael Zorc blieb dem BVB bis heute treu. Der Sportdirektor verpflichtete im Sommer zusammen mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Trainer Peter Bosz. Der Niederländer sagte vor dem Anpfiff, dass er immer noch das Vertrauen der Verantwortlichen spüre: „Sonst wäre ich nicht hier.“

          Bosz war nach dem niederschmetternden 4:4 nach einer 4:0-Führung gegen den FC Schalke 04 von Watzke öffentlich damit beauftragt worden, „alles auf den Prüfstand zu stellen und jeden Stein umzudrehen“. Unter einem dieser Steine muss der Trainer Neven Subotic gefunden haben. Der Serbe kam zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison, er spielte in der Mitte einer Dreierkette.

          Im Derby gab zuletzt die veränderte Grundformation der Defensive zunächst Sicherheit, gegen Leverkusen jedoch geriet der BVB von Beginn an in Verlegenheiten. Als Schwachstelle erwies sich Gonzalo Castro, der die Duelle gegen Leon Bailey in Serie verlor. Castro wurde schon kurz vor der Pause ausgewechselt. Wendell hatte ihn übel auf den Knöchel getreten und dafür nach Einschalten des Videoassistenten die Rote Karte gesehen (41.).

          Noch viel früher musste Maximilian Philipp mit einer Knieverletzung vom Platz (8.). Für ihn kam der ehemalige Leverkusener André Schürrle und besetzte die Position im Sturmzentrum, auf der Pierre-Emerick Aubameyang wegen einer Sperre fehlte. Die Leverkusener waren bis zum Platzverweis die bessere Mannschaft. Sie spielten ihre Angriffe mit Tempo aus und kamen zu mehreren guten Chancen.  „Bei Maximilian Philipp vermuten wir eine schwere Knieverletzung, bei Gonzalo Castro ist es wohl ein Bänderriss“, sagte Manager Zorc bei Sky. „Beide werden uns länger fehlen.“ Eine genaue Diagnose bei beiden Profis wird erst in den nächsten Tagen erwartet.

          In Überzahl gelingt es Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen noch ein Tor zu schießen. Bilderstrecke

          Roman Bürki, der nach einer leichteren Verletzung wieder für Roman Weidenfeller im Tor stand, verhinderte gegen Sven Bender (12.) und Julian Brandt (14.) einen früheren Rückstand. Kai Havertz köpfte nach einer Flanke von Bailey gegen die Latte (21.). Die Führung des Werksvereins begünstigte Subotic mit einem Kopfball auf Havertz und dem Umstand, dass er bei seinem Klärungsversuch das Zentrum der Defensive entblößte. So lief Kevin Volland ganz allein auf Bürki zu und an ihm vorbei, weil der Torwart auf die Notbremse verzichtete. Volland, der in jedem der vier vergangenen Bundesligaspiele traf, hat nun schon neun Saisontore zu Buche stehen.

          Leverkusen versuchte, den Vorsprung zu halten und über einen Konter die Entscheidung herbeizuführen. Das Konzept wäre beinahe aufgegangen, doch Bürki wehrte einen Schuss von Volland ab, der wieder allein vor ihm aufgetaucht war (72.). Eine Minute später glich der BVB, der zuvor nur durch Schürrles Schuss an den Außenpfosten gefährlich worden war, aus. Raphael Guerreiro machte das Spiel mit einem Pass schnell, Marcel Schmelzer bediente Andrej Jarmolenko, der an Bernd Leno vorbei einschoss (73.).

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