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Meisterkampf in Bundesliga : Die große Gefahr für den BVB

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Angespannt: BVB-Trainer Lucien Favre Bild: dpa

Borussia Dortmund träumt vom Titel in der Bundesliga. Vor dem Topspiel gegen Bayern München aber wartet auf den BVB eine andere Herausforderung. Trainer Lucien Favre ist genervt.

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          Lucien Favre schüttelte genervt den Kopf. Für die per E-Mail eingereichten Fragen der Journalisten zum Liga-Gipfel gegen Bayern München hatte der Trainer von Borussia Dortmund überhaupt kein Verständnis. „Wir müssen uns nur auf das Spiel in Wolfsburg konzentrieren“, mahnte der Schweizer. Denn Favre weiß: Einen Ausrutscher beim formstarken VfL Wolfsburg an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) darf sich der BVB vor dem Topspiel gegen den Serienmeister drei Tage später angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer nicht erlauben.

          Bundesliga

          Die Dortmunder haben durch den überzeugenden Derbysieg gegen Schalke 04 (4:0) viel Selbstvertrauen getankt, doch die Aufgabe bei den Niedersachsen ist knifflig. Der VfL ist seit sieben Spielen in der Fußball-Bundesliga ungeschlagen (vier Siege) und hat als Tabellensechster die abermalige Europacup-Qualifikation zum Ziel. „Sie sind sehr stabil“, lobte Favre den Gegner, und Sportdirektor Michael Zorc ist sich sicher: „Es wird schwieriger als das Heimspiel gegen Schalke.“

          Da passt es gut, dass sich die personelle Situation etwas entspannt. Axel Witsel (muskuläre Probleme) fällt zwar weiter aus, dafür kehren Nationalspieler Emre Can und Giovanni Reyna zurück. Ob Can allerdings direkt im defensiven Mittelfeld in die Startformation rückt, ließ Favre offen. „Dahoud und Delaney haben das sehr gut gemacht gegen Schalke“, sagte der BVB-Coach. Angesichts der ungewohnten Umstände aufgrund der über zweimonatigen Corona-Zwangspause und der Belastung in den kommenden Wochen merkte Zorc an, dass „wir jeden Spieler im Kader bis Ende Juni brauchen werden“.

          Ob das auch für Marco Reus gilt, ist fraglich. In den vergangenen Tagen war schon über das vorzeitige Saison-Aus des Kapitäns spekuliert worden. Reus hatte sich Anfang Februar beim Pokal-Aus in Bremen eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen, am Mannschaftstraining nimmt er weiterhin nicht teil. „Wir hoffen, dass er so schnell wie möglich zurückkommt und uns noch helfen kann“, sagte Favre.

          In Wolfsburg muss es ohne Reus gehen. Der starke Auftritt gegen Schalke lässt die Titelträume aber weiter reifen. Doch dafür fordert Zorc vor dem nächsten Geisterspiel weiterhin „Eigenmotivation und Eigendynamik“. Die volle Konzentration müsse auf Wolfsburg liegen. „Sie spielen um die internationalen Plätze“, sagte Zorc. Dafür gab es von dem neben ihm sitzenden Favre ein zustimmendes Nicken.

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