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Bundesliga-Abstiegskampf : Wie beim HSV für die zweite Liga geplant wird

  • -Aktualisiert am

Bernd Hoffmann ist neuer Präsident des Hamburger SV. Bild: dpa

Der Hamburger SV steht vor dem Abstieg. Die Pläne für die Zeit danach liegen auf dem Tisch – es sind die Pläne des neuen Präsidenten Bernd Hoffmann. Und die sind ziemlich radikal.

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          Neulich riet ein Leserbriefschreiber im „Spiegel“: „Es geht mir mit der SPD wie mit dem HSV: Steigt endlich ab, so weh dies auch tut, und regeneriert euch!“ Was der Mann aus Nordhorn mit politischer Zweitklassigkeit für die SPD meinte, blieb unklar, die Opposition vielleicht, oder noch schlechtere Wahlergebnisse als zuletzt. Beim Fußball muss niemand rätseln, da ist seit 1963 klar, was nach dem Abstieg kommt – die zweite Liga. Und die Frage, ob man im Unterhaus gesunden kann, wird beim Hamburger SV heftig diskutiert. Das Besondere daran ist, dass die derzeit handelnden Personen wohl ausgewechselt werden, sollte der HSV tatsächlich absteigen – wonach es bei 17 Punkten aus 24 Spielen aussieht.

          Bei der Aufsichtsratssitzung am Montag hat Bernd Hoffmann dem Vernehmen nach eine Mehrheit der Kontrolleure davon überzeugt, dass in der Zweiten Liga besser ohne Heribert Bruchhagen, Jens Todt und Bernd Hollerbach weiterzumachen sei. Hoffmann ist der neue Präsident des HSV e.V., er hat einen garantierten Sitz im höchsten Kontrollgremium der HSV Fußball AG. Ihm schwebt eine Lösung mit einem starken Sportvorstand und einem jungen Vorstandsvorsitzendem nach seinem Geschmack vor. Die Namen Horst Heldt und Jörg Schmadtke werden für den Neubeginn in Liga zwei gehandelt. Für Bruchhagen und Hollerbach, ihre Verträge laufen bis Ende Juni 2019, sowie für den Sportchef Jens Todt, Kontraktende mit Ablauf des 31. Dezember 2018, würde dann im Sommer Schluss sein – falls es so kommt, wie Hoffmann plant. Vermutlich findet er Mehrheiten für die Radikallösung, denn das Trio in der sportlichen Verantwortung wäre durch den Abstieg allzu sehr beschädigt.

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