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Bundesliga : Beckenbauer: Mehr deutsche Spieler bringen besseren Fußball

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Beckenbauer wünscht sich Spieler wie Uwe Seeler, die ihrem Klub die Treue halten Bild: ddp

Franz Beckenbauer hat die Söldner-Mentalität im Fußball kritisiert und mindestens sechs deutsche Spieler pro Mannschaft gefordert. Werder Bremens Geschäftsführer Born sagte dazu: „Ich weiß nicht, wie der Fußball dadurch besser werden soll.“

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          Franz Beckenbauer hat sich für eine Mindestzahl deutscher Spieler in den Mannschaften der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. „Fifa und Uefa haben das Problem ja erkannt. Ich unterstütze den Plan, die 6+5-Regel einzuführen. Das heißt: In jeder Elf müssen sechs Mann spielberechtigt sein für die einheimische Nationalmannschaft“, schrieb der Klubchef des FC Bayern München in seiner Kolumne für die „Bild“-Zeitung.

          Die hohe Zahl ausländischer Spieler sei mitverantwortlich für den unattraktiven Fußball, der in der Liga überwiegend gespielt werde. „Zu viele Spieler aus verschiedenen Ländern, die sich kaum richtig verständigen können - das kann für das Auseinanderfallen eines Teams sorgen, wenn kein starker Kern von einheimischen Spielern vorhanden ist“, schrieb Beckenbauer weiter. Er hoffe, daß „die EU-Politik den Fußball nicht stoppt bei einer notwendigen Reform“.

          Born weist Beckenbauers Kritik zurück

          Gleichzeitig kritisierte er die Einstellung der Profis: „Bei vielen Profis herrscht inzwischen eine Söldner-Mentalität. Klappt s beim einen nicht, gehe ich halt zum nächsten. Ich weiß nicht, wie lange sich die Vereine eine solche Einstellung gefallen lassen.“ Der Hamburger SV sei ein warnendes Beispiel. „Die Fans sehnen sich nach Persönlichkeiten wie Uwe Seeler, der sein Herzblut für den HSV gegeben hat und ihm immer treu war“, meinte der „Kaiser“ weiter.

          Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Werder Bremen, Jürgen L. Born, sagte dazu: „Ich weiß nicht, wie der Fußball dadurch besser werden soll. Für die Nationalmannschaft mag das vielleicht besser sein, für die Vereine im internationalen Vergleich nicht. Wir laufen ohnehin schon Gefahr, internationale Startplätze zu verlieren.“ Werder Bremen hat im Schnitt 6,5 deutsche Profis in der Startelf, Bayern München nur 4,2.

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