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2:0 in Mainz : Die Bayern glänzen nur zweimal

Mit Köpfchen: James Rodriguez ist in Form und trifft für die Bayern. Bild: dpa

Die Münchner rotieren und haben damit Erfolg: In Mainz sind sie schon in der ersten Halbzeit auf Kurs. Zwei geniale Momente reichen für den souveränen Tabellenführer.

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          Was hat Bayern München auf dem Feld, wenn einige der allerbesten Spieler wie Arjen Robben, Robert Lewandowski, Joshua Kimmich oder David Alaba mit Blick auf bevorstehende Englische Wochen geschont werden?

          Bundesliga
          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Noch immer bei weitem genug individuelle Klasse, um ein Spiel bei Mainz 05 trotz engagierter und mutiger Gegenwehr dank genialer Momente von Franck Ribéry (33. Minute) und James Rodriguez (44.) ohne größere Schwierigkeiten 2:0 zu gewinnen. Nicht nur aufgrund dieses Resultats verbietet es sich, bei den Bayern, bei denen Mats Hummels erstmals nach seiner Verletzungspause auf den Platz zurückkehrte, von einer B-Elf zu sprechen.

          Dennoch offenbarten die in dieser Formation nicht vollends eingespielten Münchner in Mainz zuletzt ungekannte Schwächen, die Trainer Jupp Heynckes vermutlich mit Blick auf die entscheidenden Monate in der Champions League noch ein wenig mehr ärgern werden als die anhaltenden Spekulationen um seine berufliche Zukunft. „Der Sieg ist insgesamt verdient. Aber Mainz hat das kämpferisch sehr gut gemacht und uns nach der Pause teilweise unter Druck gesetzt. Und wir waren im Angriff zu nachlässig“, sagte der FCB-Coach nach dem Spiel.

          Heynckes bemängelt Nachlässigkeiten

          Heynckes, der in jedem Spiel mit Blick auf die entscheidenden K.o.-Spiele in Champions League und DFB-Pokal volle Konzentration fordert, musste sich gegen seine Gewohnheit sogar einmal von seinem Platz erheben, um kleine Mängel in der Raumaufteilung zu beheben. Allein: Es fehlte den Mainzern entweder der Mut oder eben die Klasse, um daraus Kapital zu schlagen. So verzog Alexandru Maxim nach einem gelungenen Spielzug über Diallo und Gbamin aus guter Position knapp (20.). Levin Öztunali verpasste verzagt eine Torschussgelegenheit nur wenige Minuten, bevor Ribéry ihm auf der Gegenseite nach einem abgewehrten Eckstoß mit einer Direktabnahme vorführte, wie man Tore zu erzielen vermag, wenn man die entsprechende Schusstechnik besitzt.

          Auch das zweite Münchner Tor durch James, der den Ball von der Brust abtropfen ließ und ihn per Volleyschuss unhaltbar für den Mainzer Schlussmann Zentner ins Tor drosch, war beispielhaft (44.). Voraussetzung für das wunderschöne Tor war die vorangegangene Flanke von Corentin Tolisso, der den Ball zentimetergenau zum Torschützen beförderte. Auf der Gegenseite hatten sich Flankengeber wie Gerrit Holtmann oder Giulio Donati gleich mehrfach vergeblich bemüht, eine auch nur annähernd so gute Flanke in den Strafraum zu schlagen. Die Mainzer hatten auch in der zweiten Halbzeit die klareren Torgelegenheiten. Quaison, Muto und Maxim scheiterten jedoch beim Versuch, dem Spiel noch einmal Spannung zu verleihen. „Präzision. Das ist der Unterschied zwischen einer guten Mannschaft wie uns und einer herausragenden Mannschaft wie Bayern München“, sagte der starke Mainzer Linksverteidiger Abdou Diallo, der mit einigen Dribblings und starken Verteidigungsaktionen ein Vorbild an Mut in Mainzer Reihen war. „Wir dürfen nun keine Angst vor den kommenden Wochen haben, sondern an uns glauben.“ Die Mainzer sind auf den Relegationsplatz 16 in der Tabelle abgerutscht, was sie in den vergangenen acht Spielzeiten seit dem Wiederaufstieg von 2009 stets zu verhindern wussten.

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