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Bundesliga-Auftakt : Ein Remis mit zwei Gewinnern

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Es war ein Spitzenspiel mit Haken und Ösen Bild: AP

Der Ball in der Fußball-Bundesliga rollt wieder - und wie. Zum Auftakt trennten sich Titelträger Stuttgart und Schalke 2:2 und sorgten für eine mitreißende Auftaktvorstellung. Beide rechnen sich als Bayern-Kontrahenten in den kommenden Monaten beste Chancen aus. Mit FAZ.NET-Bildergalerie.

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          Erst ließen der deutsche Meister VfB Stuttgart und Schalke 04 den Böllern bei der Eröffnungsfeier ein Fußball-Feuerwerk folgen, dann unterstrichen beide Klubs auch verbal ihre abermaligen Titel-Ambitionen.

          „Beide Mannschaften werden am Ende wieder mit oben stehen“, prophezeite der sonst eher zurückhaltende VfB-Coach Armin Veh nach dem 2:2 (0:1) am Freitagabend im Prestigeduell, und Schalkes Manager Andreas Müller ergänzte nach dem rasanten Start in die 45. Bundesliga-Saison: „Unser Team hat gezeigt, dass es die nötige Qualität hat“ (Siehe auch: Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

          Zwei Meisterschaftsanwärter

          Lob für eines der besten Saison-Auftaktspiele gab es zudem von höchster Stelle. „Das war eine Begegnung mit hohem Tempo und hat Geschmack auf mehr gemacht“, sagte Bundestrainer Joachim Löw sichtlich angetan. Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer hatte „zwei Meisterschaftsanwärter“ gesehen.

          Es war ein Spitzenspiel mit Haken und Ösen Bilderstrecke

          Mit ihrer starken Leistung schickten Stuttgart und Schalke eine deutliche Kampfansage an den großen Titelfavoriten aus München, doch die Schwaben haderten auch über zwei verschenkte Punkte. „Es ist bitter, dass wir nicht gewonnen haben. Beide Gegentore waren völlig überflüssig“, meinte Nationalspieler Roberto Hilbert selbstkritisch. Beim 0:1 hatte Hilbert einen Schuss von Lewan Kobiaschwili (25.) abgefälscht. Dem 2:2 durch „Joker“ Ivan Rakitic (76.) gingen Konfusionen durch einen geplanten Wechsel voraus.

          Rakitic sorgt bei Schalke für gute Laune

          Doch der vor der Partie als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnete Veh wollte keine Missstimmung aufkommen lassen. „Wir haben einen Zähler mehr als nach dem 0:3 im letzten Jahr gegen den 1. FC Nürnberg“, sagte der Coach und lobte „die tolle Moral“ seiner Mannschaft, die durch Sami Khedira (63.) und einen verwandelten Foulelfmeter von Pavel Pardo (67.) die zwischenzeitliche Wende geschafft hatte. Vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin wird sich die Personallage zudem weiter entschärfen. Dann soll „Fußballer des Jahres“ Mario Gomez nach seiner Oberschenkelzerrung zurückkehren und für noch mehr Torgefahr sorgen. „Er wird Anfang der Woche wieder mittrainieren“, erklärte Manager Horst Heldt.

          Bei Schalke sorgte vor allem Rakitic für gute Laune und beendete die unter anderem von Nationalstürmer Kevin Kuranyi angefachte Diskussion über die Qualität der Neuzugänge. „Natürlich bin ich froh, dass ich gleich so einen wichtigen Treffer erzielen konnte“, sagte der Kroate, der nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich erzielte und sich damit einen Traumeinstand in der Liga bescherte. Trainer Mirko Slomka zollte dem designierten Nachfolger des abgewanderten Lincoln ein Sonderlob: „Ivan hat eindrucksvoll gezeigt, dass er hinter den Spitzen für zusätzliche Torgefahr sorgt.“

          Für Müller ist die leidige Debatte über die Stärke des Kaders endgültig ad acta gelegt. „Die Mannschaft ist sehr variabel aufgestellt“, meinte der Manager, und auch Kuranyi wollte nach der Partie gegen seinen Ex-Klub nichts mehr von Kritik wissen. „Das Thema ist durch“, sagte Kuranyi: „Alle ziehen voll an einem Strang und geben 100 Prozent für Schalke. Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund.“

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