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Bundesliga, 8. Spieltag : Gedränge auf den guten Plätzen

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Überflieger der Woche: Piotr Trochowski Bild: AP

Spannung an der Bundesliga-Spitze: Mit 17 Punkten führt der Hamburger SV knapp vor Hoffenheim (16), Leverkusen (15), Hertha (14) und einem Pulk von fünf Vereinen mit je 13 Zählern. Weit hinterher hinkt Eintracht Frankfurt (3). Der 8. Bundesliga-Spieltag bei FAZ.NET.

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          Der Hamburger SV bleibt Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Den Hanseaten reichte zum Abschluss des 8. Spieltages ein 1:1 (1:0) gegen den FC Schalke 04. Nationalspieler Piotr Trochwoski (29.) hatte die Hamburger am Sonntag vor 57.000 Zuschauern in Führung gebracht, Schalkes Benedikt Höwedes (48.) glich kurz nach der Pause aus. Kevin Kuranyi wurde nach seinem Rauswurf aus der Nationalmannschaft ausgepfiffen und nach einer Stunde ausgewechselt. (Siehe: 1:1 gegen Schalke: Hamburg mit halbstarker Leistung an der Spitze). Mit nun 17 Punkten liegt der HSV in der Tabelle knapp vor 1899 Hoffenheim (16), Bayer Leverkusen (15) und Hertha BSC Berlin (14). Schalke rangiert in einem Pulk von fünf Teams mit je 13 Zählern auf Rang sechs.

          Aufatmen durfte am Samstag Jürgen Klinsmann. Mit dem 1:0 beim Karlsruher SC gelang dem FC Bayern München nach drei sieglosen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis. Miroslav Klose (86.) gelang das umjubelte Tor. (Siehe: 1:0 in Karlsruhe: Klose schießt Klinsmann aus der Krise). Noch immer stecken die Münchner aber als Tabellen-Elfter (12) tief im Niemandsland der Tabelle. Einziger Lichtblick: der Abstand zum Ersten beträgt nur fünf Punkte.

          Sieben Tore in Hannover, sechs in Bremen

          Das Überraschungsteam aus Hoffenheim ließ sich auch in Hannover nicht stoppen und schraubte sein Torkonto auf 21 in acht Spielen. Vedad Ibisevic (36.) mit seinen Saisontreffern acht und neun, Chinedu Obasi (70.), Sejad Salihovic (72.) und Demba Ba (80.) trafen für den Neuling, der sich auch durch einen zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ. Christian Schulz (48.) und Jiri Stajner (63.) waren für die Niedersachsen erfolgreich, die durch Fehler von Enke-Vertreter Florian Fromlowitz auf die Verliererstraße gerieten und auch noch Arnold Bruggink (85./Rote Karte) verloren. (Siehe: 5:2 in Hannover: Das nächste Hoffenheimer Spektakel).

          Überflieger der Woche: Piotr Trochowski Bilderstrecke
          Bundesliga, 8. Spieltag : Gedränge auf den guten Plätzen

          Nach einer völlig verrückten Schlussphase trennten sich Werder Bremen und Borussia Dortmund 3:3. Vier Tage vor der Champions League- Partie in Athen schien Claudio Pizarro (88./90.) die Hanseaten zum Sieg geschossen zu haben, doch ausgerechnet der Ex-Bremer Mohamed Zidan (90.+2) machte den Norddeutschen einen Strich durch die Rechnung. Zuvor hatten Alexander Frei (59./Foulelfmeter) und Neven Subotic (72.) für den BVB, Frank Baumann (68.) für Werder getroffen. (Siehe: 3:3 gegen Dortmund: Der ganz normale Werder-Wahnsinn).

          Köln mit der besten Serie seit Jahren

          Allem Ärger um den suspendierten Torjäger Marko Pantelic zum Trotz besiegte Hertha BSC den VfB Stuttgart mit 2:1. Die Führung für die Hausherren durch Maximilian Nicu (29.) glich Cacau (51.) zwar noch für die Schwaben aus, doch drei Minuten vor dem Ende machte Gojko Kacar alles klar für die Berliner, die in der Tabelle am VfB vorbeizogen. (Siehe: 2:1 gegen Stuttgart: Hertha kann auch ohne Pantelic gewinnen).

          Mit dem 1:0 gegen Energie Cottbus machte der 1. FC Köln den ersten Sieg-Hattrick in der Bundesliga seit acht Jahren perfekt. Dank Milivoje Novakovic (40.) gelangen erstmals seit 2000/2001 drei Erfolge in Serie, die das Team von Christoph Daum in die obere Tabellenhälfte brachten. Nach Rot gegen Igor Mitreski (30.) mussten die Lausitzer die Partie zu zehnt beenden. (Siehe: 1:0 gegen Cottbus: Kölner Aufwärtstrend geht weiter).

          Der alte Meyer soll Gladbach retten

          Der VfL Wolfsburg besiegte Arminia Bielefeld mit 4:1 und kann sich in der Tabelle weiter nach oben orientieren. Doppel-Torschütze Zvjezdan Misimovic (5./34.), Alexander Madlung (54.) und Grafite (64.) trafen für die Niedersachsen. Dagegen hielt die Auswärtsmisere der Arminia an, die trotz des Anschlusstores durch Alexander Laas (60.) zum 20. Mal nacheinander auf des Gegners Platz erfolglos blieb. Den letzten Dreier hatte es im August 2007 in Wolfsburg gegeben. (Siehe: 4:1 gegen Bielefeld: Wolfsburg lässt Arminia keine Chance).

          Eintracht Frankfurt bleibt als einziges Team in dieser Spielzeit weiter sieglos. Die Hessen unterlagen Bayer Leverkusen mit 0:2 und brachten damit auch ihren Trainer Friedhelm Funkel arg in Bedrängnis. Patrick Helmes (6./Foulelfmeter) mit seinem achten Saisontor und Arturo Vidal (61.) verhalfen der Werkself zum Sprung auf den dritten Platz. (Siehe: 0:2 gegen Leverkusen: Frankfurter Eintracht im freien Fall).

          Durch die Niederlage übernahm die Eintracht die Rote Laterne von Borussia Mönchengladbach. Der Neuling hatte am Freitag ein 2:2 beim VfL Bochum erkämpft und gab einen Tag später die Verpflichtung von Hans Meyer als neuem Trainer bekannt. (Siehe: Mönchengladbach: Zu Meyers Agenda 2010 gehört Assistent Ziege).

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