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Bundesliga, 4. Spieltag : Ein Gipfel der Gefühle und ein Hamburger Comeback

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Behielt die Nerven: Dortmunds Alexander Frei Bild: dpa

Bochum und Hannover feierten in den Sonntagspartien ihre ersten Saisonsiege. Auch Bremen gewann zum ersten Mal. Hamburg drehte wieder ein 0:2 und sprang an die Spitze. Das Spiel der Spiele war aber das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke. Der 4. Bundesliga-Spieltag bei FAZ.NET.

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          Trotz einer 3:0-Führung bei Borussia Dortmund hat der FC Schalke den 54. Sieg im 132. Revierderby und damit die Bundesliga-Tabellenführung leichtfertig verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Fred Rutten kam am Samstag in einem am Ende dramatischen Prestigeduell beim Erzrivalen BVB nicht über ein 3:3 (2:0) hinaus und musste den Spitzenplatz an den Hamburger SV abgeben. Die Hanseaten machten ihrerseits gegen Bayer Leverkusen aus einem 0:2 noch ein 3:2 und führen nach dem 4. Spieltag mit zehn Zählern vor dem punktgleichen Trio Bayern München (3:0 in Köln), Schalke und Dortmund (alle 8). Werder Bremen (3:0 gegen Energie Cottbus) feierte im vierten Saisonauftritt endlich den ersten Sieg. Auch Hannover 96 und der VfL Bochum haben in den Sonntagsspielen ihre ersten Saisonsiege geschafft.

          Fünf Tore für die bisherigen „Nullinger“
          Hannover setzte sich im eigene Stadion mit 5:1 (2:0) gegen Aufsteiger Borussia Mönchengladbach durch. Für Hannover trafen Huszti und Schlaudraff je zwei Mal. Der Finne Forssell erzielte kurz vor Abpfiff per Foulelfmeter sein erstes Tor für Hannover. Der Gladbacher Ehrentreffer gelang Friend. (siehe: 5:1 gegen Mönchengladbach: Hannover kann doch Tore schießen).

          Mäßiger Unterhaltungswert in Bochum
          Bochum gewann ebenfalls vor eigenem Publikum mit 2:0 (2:0) gegen Arminia Bielefeld. Die Arminia wartet damit weiter auf den ersten Erfolg in dieser Spielzeit. Mieciel und Pfertzel erzielten die Bochumer Tore binnen vier Minuten (siehe: 2:0 gegen Bielefeld: Bochum befreit sich).

          Zwei berechtigte Platzverweise, ein unberechtigter Strafstoß
          Schalke ging im Duell der Uefa-Cup-Teilnehmer durch einen von Jefferson Farfan verwandelten Handstrafstoß (20.) in Führung, Rafinha (39.) und Heiko Westermann (54.) bauten die Führung vor 80.552 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park aus. Doch das war noch nicht der Sieg: Der BVB schlug durch Neven Subotic (67.) und Alexander Frei (71.) zurück, der Schweizer verwandelte in der 89. Minute einen zweifelhaften Handelfmeter sicher zum glücklichen Remis. Gleich zwei Schalker - Fabian Ernst (Rot/77.) und Christian Pander (Gelb-Rot/73.) - mussten zwischendurch wegen grober Fouls vom Platz (siehe: 3:3 im Revierderby: Frei macht Schalke ganz kleinlaut).

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          Bundesliga, 4. Spieltag : Ein Gipfel der Gefühle und ein Hamburger Comeback

          Podolski traf in der Nachspielzeit gegen Köln
          Dank Doppel-Torschütze Luca Toni (53./60. Minute) und „Joker“ Lukas Podolski (90.+1) kamen die Bayern beim Aufsteiger zu einem verdienten 3:0-Sieg. Die 50 000 Zuschauer im ausverkauften Kölner Stadion erlebten die Rückkehr ihres „verlorenen Sohnes“ Podolski: Der Edelreservist durfte erst nach 57 Minuten ran - schoss dann aber noch „sein“ Tor gegen seinen ehemaligen Verein (siehe: 3:0 in Köln: Luca Toni bringt den Meister auf Kurs).

          Großer Andrang, keine Tore in Hoffenheim
          Tore fielen beim Spiel von Aufsteiger 1899 Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart nicht - doch der Andrang der 26.000 Zuschauer beim ersten Baden-Württemberg-Derby war so groß, dass die Partie in Mannheim erst zehn Minuten später angepfiffen werden konnte (siehe: 0:0 in Hoffenheim: Nur Lehmann rettet den VfB).

          Eine Viertelstunde reichte den Bremern
          Erst in der Schlussviertelstunde drehte Bremen auf und fertigte den Außenseiter Cottbus durch Treffer von Diego (75.), Torsten Frings (80.) und Boubacar Sanogo (83.) mit 3:0 noch standesgemäß ab (siehe: 3:0 gegen Cottbus: Werder siegt mit Diego und Geduld).

          Pantelic vergeigte Elfmeter und Sieg
          Hertha BSC gab beim 2:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg erstmals seit fünf Jahren wieder einen Punkt gegen seinen „Lieblingsgegner“ ab. Der Portugiese Ricardo Costa schockte die Berliner mit seinem frühen Führungstor in der 1. Minute - eine Minute vor Schluss sorgte Sascha Riether für das 2:2. Für Hertha trafen Gojko Kacar (56.) und Neuzugang Cicero (85.); Marko Pantelic „vergeigte“ einen Handstrafstoß (64.) (siehe: 2:2 gegen Wolfsburg: Berlin ärgert sich über das Unentschieden).

          Der HSV entwickelt sich zum Spezialisten für 0:2-Rückstände
          Schon nach 24 Minuten lag der Hamburger SV im eigenen Stadion gegen Leverkusen mit 0:2 zurück - doch die Hanseaten verwandelten zum zweiten Mal in dieser Saison einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg: Der Schweizer Tranquillo Barnetta brachte die Gäste in Führung (4.), Nationalspieler Patrick Helmes schloss einen mustergültigen Konter ab. Paolo Guerrero (37.) und Ivica Olic (51.) brachten die Hoffnung zurück, ehe Mladen Petric (72.) den umjubelten „Dreier“ perfekt machte. Leverkusen musste nach Gelb-Rot für Manuel Friedrich von der 41. Minute an mit neun Feldspielern auskommen (siehe: 3:2 gegen Leverkusen: HSV auf der Überholspur).

          Madonna spielte, Eintracht nicht
          Das Freitagspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem Karlsruher SC musste kurzfristig abgesagt werden. Nach dem Gastspiel von Pop- Ikone Madonna am vergangenen Dienstag war der Rasen in der Commerzbank-Arena derart ruiniert, dass keine reguläre Partie möglich war (siehe: Spielverderberin Madonna: Gras drüber – aber das Spiel fällt aus).

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