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0:4 bei Hoffenheim : Schwere Niederlage für Leipzig

  • -Aktualisiert am

Leipzig und Kampl erwischten einen gebrauchten Tag. Bild: dpa

RB wollte das Rennen um den Meistertitel spannend halten. Das geht gründlich daneben. Die Leipziger kassieren bei Hoffenheim die höchste Niederlage der Saison – und ein Gegentor aus 45 Metern.

          „Wir sehen uns in der Verantwortung, die Meisterschaft spannend zu machen“, hatte der Leipziger Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem Bundesligaspiel bei der zuletzt kriselnden TSG 1899 Hoffenheim gesagt. Ein Anspruch, den die Sachsen am Samstagnachmittag zu keiner Phase einlösen konnten.

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          Im Gegenteil: Sie fingen sich beim 0:4 in Sinsheim die höchste Saisonniederlage, die durch die Treffer von Amiri (13. Minute), Gnabry (52./62.) und Uth (87.) besiegelt wurde. Gnabry wurde mit seinem Kunstschützentreffer zum 3:0 zum Spieler des Tages in einer Hoffenheimer Mannschaft, die nach dem Ausscheiden in der Europa League wie regeneriert anmutete. Der Tabellenzweite dagegen liegt nun wieder sechs Punkte hinter dem FC Bayern München zurück und muss sich erheblich steigern, um den Kampf um den Titel tatsächlich noch einmal spannend machen zu können.

          RB war zwar die Mannschaft, die meistens das Spiel gegen die defensiv gut eingestellten Hoffenheimer machen musste – allein: Es kam außer ein paar kleineren Gelegenheiten nicht viel dabei herum. Da wirkten die von Kopf bis Fuß auf Konter eingestellten Kraichgauer zielstrebiger. Ihnen sah man an, dass die vorangegangene Trainingswoche in Zuzenhausen gutgetan hatte. „Wir haben überwiegend Spieler im Kader, die Training brauchen, um sich zu entwickeln“, hatte Trainer Julian Nagelsmann nach zuletzt nur zwei Siegen in zwölf Pflichtspielen angemerkt. U-21-Nationalspieler Amiri zum Beispiel wirkte nach orientierungslosen Wochen endlich wieder auf das Wesentliche fokussiert und rundete kurzentschlossen den schönsten Angriff der ersten 45 Minuten über Geiger und Rupp aus kurzer Tordistanz mit einem Flachschuss zum 1:0 ab.

          Hoffenheims Gnabry beeindruckte mit einem Tor aus 45 Metern. Bilderstrecke

          Da die Leipziger dem Tabellenfünften auch nach dem Wechsel entgegenkamen, als sie den Druck auf das Hoffenheimer Tor erhöhten, dabei aber ihre Konterabsicherung vergaßen, schlug Nagelsmanns Team wieder zu. Ein langer Ball von Innenverteidiger Akpoguma hebelte die RB-Hintermannschaft derart aus, dass Serge Gnabry allein vor Torhüter Gulacsi wenig Mühe hatte, das 2:0 zu erzielen. Gnabry vollbrachte nach rund einer Stunde ein Fußballkunststück, als er den Ball aus rund vierzig Metern Entfernung über den weit vor seinem Tor postierten Gulasci mit viel Gefühl hinweg hob und mit dieser Zirkusnummer das 3:0 herbeizauberte. Drei Minuten später durfte der Künstler unter großem Applaus gehen. Uths Tor zum 4:0 (87.) war die sehenswerte Zugabe zum guten Schluss.

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