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Mainz 05 gegen SC Freiburg : Duell der Mutigen

  • -Aktualisiert am

Bo Svensson hofft auf drei Punkte im Heimspiel gegen Freiburg. Bild: dpa

Mainz 05 empfängt mit den von Christian Streich trainierten Freiburgern einen Gegner auf Augenhöhe. Bo Svensson muss zwar auf Moussa Niakhaté verzichten, vertraut aber den weiteren Akteuren im Kader.

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          Manche Fragen lassen sich einfach nicht beantworten. Zum Beispiel jene, die Bo Svensson in der Pressekonferenz vor dem fünften Bundesligaspieltag gestellt wurde: „Bei wie viel Prozent“ würde er den Leistungsstand seiner Mannschaft beziffern – er müsse dabei „ jetzt keine Zahl nennen“. Der Trainer des FSV Mainz 05 beugte sich seinem Mikrofon entgegen und grinste. Prozent? Keine Zahl? „Das wird schwer.“

          Bundesliga

          Fakt ist: Die Rheinhessen haben nach vier Begegnungen neun Punkte auf dem Konto, zwei mehr als nach der gesamten vorigen Hinrunde, die freilich kein Maßstab sein kann. Was diese frühe Zwischenbilanz zu sagen habe, sei schwer einzuschätzen. Beim jüngsten 2:0 in Hoffenheim habe seine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht, „es gab aber schon Sachen, mit denen ich nicht einverstanden war. Wir werden mehr Spiele brauchen, um ein Zwischenfazit zu ziehen.“ Letztlich gehe es aber darum, „kontinuierlich abzuliefern“.

          Auch an diesem Samstagnachmittag wieder, wenn der SC Freiburg in der Arena am Europakreisel gastiert (15:30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky). „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die in Freiburg geleistet wird“, betonte der 05-Trainer und verwies auf die acht Punkte der Breisgauer, die sie trotz eines schwierigen Auftaktprogramms geholt hätten, unter anderem mit Siegen gegen Borussia Dortmund und in Stuttgart.

          Enge Spiele gegen Freiburg

          „Das zeigt, welche Klasse auf uns zukommt.“ Gegen den SC und seinen Trainer Christian Streich erwarte er eine ähnlich ausgeglichene Begegnung wie in der Rückrunde der vorigen Saison. „Wir haben 1:0 gewonnen, aber es hätte auch in die andere Richtung gehen können.“ In gewisser Weise ähneln sich die beiden Gegner. Sowohl was die Struktur der Klubs angeht („Als kleine Vereine müssen wir unsere Nische finden“) als auch in der klaren, mutigen Art, Fußball zu spielen. Nicht von ungefähr haben die Mannschaften einander in der Vergangenheit häufig auf ansprechendem Niveau neutralisiert, waren die Partien meist eng und auch knapper, als es bisweilen die Ergebnisse aussagten.

          Bei der Mainzer 0:3-Niederlage zum Saisonauftakt 2019/20 beispielsweise fielen die Tore erst nach der 80. Minute – bis dahin gab es keinerlei Anzeichen für ein solches Resultat. Und der 3:1-Auswärtssieg der 05er im November vorigen Jahres geriet nach einer überragenden ersten Halbzeit mit drei Treffern von Jean-Philippe Mateta noch gewaltig in Gefahr.

          Alle Beteiligten erwarten ein eng umkämpftes Spiel.
          Alle Beteiligten erwarten ein eng umkämpftes Spiel. : Bild: dpa

          Nicht dabei sein wird der in Hoffenheim nach einer halben Stunde wegen einer Oberschenkelverletzung ausgeschiedene Moussa Niakhaté. Mit seiner spielerischen Klasse und seiner Persönlichkeit werde er der Mannschaft fehlen, sagte Svensson. „Moussa mag es, in der Verantwortung zu stehen, und hat in der letzten Zeit auf mehreren Ebenen einen Schritt nach vorne gemacht“ – nicht von ungefähr hat Svensson den Franzosen vor Saisonbeginn zum Kapitän ernannt.

          Doch der Trainer ist weit davon entfernt, das Thema zu dramatisieren. „Es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass uns ein wichtiger Spieler ausfällt“, merkte er nüchtern an. Er habe Vertrauen in die Stärke seines Kaders. „Und jetzt ist der Nächste dran.“ Auch wenn Svensson keinen Namen nennen mochte, dürfte es sich dabei um Alexander Hack handeln, der schon in Hoffenheim für den Verletzten gekommen war. Die Kapitänsbinde wird Abwehrchef Stefan Bell tragen.

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