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3:0 gegen Düsseldorf : Nürnberg ist der bessere Aufsteiger

  • Aktualisiert am

Der Startschuss: Nürnberg-Kapitän Behrens trifft zur Führung per Elfmeter. Bild: dpa

Beide Mannschaften wollen nicht zurück in die zweite Bundesliga. Und Nürnberg macht nach dem Debakel von Dortmund einen Schritt in die richtige Richtung. Düsseldorf kommt dem Keller indes näher.

          Der 1. FC Nürnberg hat nach der 0:7-Klatsche in Dortmund eine klasse Reaktion gezeigt. Die Franken gewannen in der Fußball-Bundesliga am Samstag das Aufsteigerduell gegen Fortuna Düsseldorf mit 3:0 (1:0). Im Max-Morlock-Stadion sorgten Kapitän Hanno Behrens mit einem verwandelten Foulelfmeter (28. Minute), Mittelstürmer Mikael Ishak (64.) und der eingewechselte Federico Palacios (74.) mit ihren Toren für den zweiten Nürnberger Saisonsieg. Die Fortuna war offensiv zu ungefährlich und begünstige vor 36.102 Zuschauern die ersten zwei Gegentreffer mit individuellen Fehlern.

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          Beide Teams begannen im dritten Spiel der englischen Woche sehr verhalten. Die auf vier Positionen veränderten Nürnberger waren drei Tage nach dem Albtraumabend gegen Borussia Dortmund zunächst einmal um Sicherheit und Kompaktheit bemüht. Es dauerte bis zur 20. Minute, bis es zur ersten aufregenden Strafraumszene kam. Nach einem Eckball schoss Nürnbergs Lukas Mühl aus rund zwölf Metern vorbei.

          Zum Mann der ersten Hälfte wurde dann Dürseldorfs Dodi Lukebakio. Der 21 Jahre Nationalspieler aus dem Kongo war mit seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit auf dem rechten Flügel eigentlich ein Aktivposten. Aber er verschuldete erst mit einem Foul an Tim Leibold den Elfmeter, der zum Rückstand führte. Und nach einem schwach geschossenen Freistoß von Nürnbergs Enrico Valentini lief Lukebakio, eingesetzt von Marvin Ducksch, beim folgenden Konter alleine auf Fabian Bredlow zu. Er scheiterte aber am herausstürzenden FCN-Torwart, der mit dem Fuß das Ausgleichstor für die Fortuna verhindern konnte (33.).

          Ein Distanzschuss von Ducksch war direkt nach dem Seitenwechsel als Düsseldorfer Signal für mehr Wucht nach vorne gedacht. Es jubelten aber die „Club“-Fans: Virgil Misidjan flankte nach einem Solo präzise auf Ishak. Der Nürnberger Mittelstürmer stand bei seinem Kopfballtor aber im Abseits (54.). Auch auf der Gegenseite ging die Fahne des Linienrichters hoch, als Ducksch zum vermeintlichen 1:1 ausglich (57.). Das Geschehen auf dem Spielfeld war zäh und umkämpft.

          Düsseldorf verlor das Duell der Aufsteiger deutlich.

          In den spielentscheidenden Momenten war jedoch Nürnberg da: Einen Befreiungsschlag von Behrens verlängerte Düsseldorfs Kapitän Adam Bodzek in den Lauf von „Club“-Stürmer Ishak. Der Schwede behielt die Nerven, traf freistehend vor Fortuna-Torwart Michael Rensing.

          Gäste-Coach Friedhelm Funkel reagierte: Er brachte im Angriff Rouwen Hennings für den unglücklich agierenden Lukebakio. Einen Gewaltschuss von Niko Gießelmann konnte Bredlow parieren (74.). Der FCN-Keeper agierte nach den sieben Toren von Dortmund sehr sicher. Und der im Angriff sehr effektive „Club“ legte sogar noch einen Treffer nach. Freigespielt von Eduard Löwen traf Palacios. Der agile Misidjan hätte beinahe noch auf 4:0 erhöht, aber Rensing hielt prächtig (83.).

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