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Brief an Fans : Härtefall Schalke

  • -Aktualisiert am

Grund allen Übels: Schalke und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies erleben ein Imagedesaster. Bild: dpa

Schalke 04 schreibt einen Brief an seine Dauerkartenkunden. Und erlebt ein Kommunikationsdesaster. Es drängt sich mehr und mehr die Annahme auf, dass die führenden Köpfe aus Finanzabteilung und Aufsichtsrat das Grundübel sein könnten.

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          Mancher Empfänger der Botschaft, die der FC Schalke 04 Mitte der Woche versendete, glaubte zunächst an eine Fälschung, an einen bösen Scherz. Inhabern von Tickets für die Spiele ohne Publikum bot der Klub an, das ihnen noch zustehende Geld von 2022 an zurückzahlen – in eineinhalb Jahren also. Es sei denn, die Gläubiger stellen einen „Härtefallantrag“ mitsamt Auskünften über ihre „persönlichen Lebensumstände“. Der Verein wollte nicht nur wissen: „Warum benötigst Du das Geld unbedingt jetzt?“ Er wollte dafür auch „entsprechende Belege“.

          Zwar hat die Verbraucherzentrale nichts gegen dieses in der Veranstaltungsbranche offenbar gängige Angebot einzuwenden, aber die Fanvereinigung Supporters Club Schalke 04 e.V. protestierte scharf: „Ihr seid nicht die Schufa, ihr seid keine Bank die Kredite vergibt, ihr seid nicht die AfA und zahlt Hartz IV aus! (...) IHR seid die Bittsteller! IHR seid die Bettler!“ Der Klub entschuldigte sich sogleich für „unpersönliche und wenig empathische Formulierungen“, niemand werde Belege einreichen müssen. Doch die Peinlichkeit ist in der Welt.

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