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3:2 in Wolfsburg : Bremer Befreiung im Videospiel

  • -Aktualisiert am

Siegesfeier ohne Publikum: Werder-Spieler nach ihrem Sieg in Wolfsburg Bild: dpa

Die Bremer profitieren bei ihrem 3:2-Sieg in Wolfsburg vom Videokeller in Köln, der sich zweimal zugunsten der Gäste einschaltet. Mann des Abends ist Torwart Jiri Pavlenka.

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          Das Schwungvolle und Sehenswerte an diesem frostigen Adventsabend blieb wieder einmal überlagert. Fünf Tore gab es im Stadion des VfL Wolfsburg zu bejubeln. Das siegreiche Team von Werder Bremen hatte auf dem Weg zu einem kniffligen 3:2-Erfolg frech bis sehenswert kombiniert.

          Bundesliga

          Und doch waren die Pfiffe nach dem Spielende deutlich lauter als der Applaus – und sie galten mal wieder dem Video-Assistenten. Dabei waren die Hauptdarsteller des munteren Treibens auf dem Platz deutlich zu erkennen. Die Bremer Milot Rashica (per Handelfmeter und nach einem Konter) sowie Leonardo Bittencourt (mit einem herrlichen Flugkopfball) brachten ihr Team dreimal in Führung. Für den Wolfsburger Ausgleich konnten zwischenzeitlich jeweils Wout Weghorst und William sorgen.

          Aber der wahre Held des Abends lag kurz nach dem Schlusspfiff von Schmerzen und Glück geplagt am Boden. Der Bremer Torhüter Jiri Pavlenka hätte für seine vielen Glanzparaden jede Menge Lob verdient gehabt. Doch das ging vor lauter Palaver über voreiligen Jubel und nachträglich korrigierte Schiedsrichterentscheidungen völlig unter. „Keinen Bock mehr drauf“: Das war die Antwort des sonst so freundlichen Wolfsburger Stürmers Weghorst auf die Frage, ob ihn die strittigen Schiedsrichterentscheidungen eigentlich nerven.

          Auswärtssieg in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt, Auswärtssieg in der Europa League beim ukrainischen Verein FC Olexandrija: Das Ende einer eben noch wunderbaren Woche aus Sicht des VfL Wolfsburg nahm ein typisches Ende für jene Vereine, die sich national wie international beweisen sollen. Denn die doppelt belasteten Niedersachsen waren im Heimspiel gegen Bremen in vielen Situationen zu langsam – auf den Beinen und im Kopf.

          Den Beleg dafür hatte Innenverteidiger Robin Knoche kurz vor Ende der ersten Halbzeit abgeliefert. Mit einer Nachlässigkeit von ihm im Spielaufbau war das 1:2 für Bremen eingeleitet worden. Werder wirkte frischer und konterte entschlossen. Der Bremer Siegtreffer durch den starken Rashica fiel mitten in ein finales Aufbäumen der Wolfsburger. VfL-Cheftrainer Oliver Glasner hatte in der Schlussphase vor 26.000 Zuschauern alles auf eine Karte gesetzt und den verteidigenden Knoche durch den stürmenden Daniel Ginczek ersetzt. Doch die Entscheidung gelang den am Ende überglücklichen Bremern.

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