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Trotz Chaos um Videoassistent : Bremens Not-Elf ringt Union nieder

  • Aktualisiert am

Glückliche Sieger: Bremen gewinnt bei Union Berlin. Bild: dpa

Um den sogenannten Videobeweis kehrt keine Ruhe ein: Beim 2:1 der Bremer in Berlin kommt es gleich zu mehreren umstrittenen Situationen. Auf und neben dem Feld wird heftig diskutiert.

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          „Schieber, Schieber“-Rufe schallten durch die Alte Försterei. Schiedsrichter Tobias Welz und seine Assistenten verschwanden auf dem schnellsten Weg in den Katakomben. Die Spieler von Union Berlin diskutierten erregt, Werder-Trainer Florian Kohfeldt klatschte dagegen lächelnd seine Spieler ab.

          Bundesliga

          Nach dem Bremer 2:1 (1:1) in Köpenick mit Videobeweis-Chaos und zwei Gelb-Roten Karten in der Schlussphase war die Aufregung groß – auch beim Sieger. „Ich kann das nicht wirklich verstehen“, sagte Bremens Mittelfeldspieler Nuri Sahin, der in der Nachspielzeit wegen unsportlichen Verhaltens die Ampelkarte gesehen hatte (90.+1), bei Sky: „Ich halte den Ball im Spiel, ich schieße ihn nicht weg.“

          Der zweite Platzverweis nach Gelb-Rot gegen Union-Verteidiger Neven Subotic wegen wiederholten Foulspiels (89.) war der Schlusspunkt einer diskussionswürdigen Schiedsrichterleistung, zu der auch der Videoassistent Bastian Dankert beitrug. „Es war ein bisschen zu viel Reklamieren und Diskutieren – von allen Seiten“, sagte Berlins Christopher Trimmel: „Es war ein schwieriges Spiel, auch für den Schiedsrichter.“

          Dankert gab gemeinsam mit Welz früh zwei Elfmeter, ließ sich mit der Entscheidung jedoch teils minutenlang Zeit. Erst verwandelte Bremens Davy Klaassen (5.) einen umstrittenen Foulelfmeter, bevor Union-Stürmer Sebastian Andersson (14.) einen Strafstoß nach Handspiel einnetzte. Auch unmittelbar vor dem Bremer Siegtor durch Niclas Füllkrug (55.) gaben Dankert und Welz einen Foulelfmeter, den Union-Keeper Rafal Gikiewicz parierte.

          Vor 22.012 Zuschauern hatte sich Union noch nicht richtig sortiert, da gab es schon den ersten Aufreger. Nach einem Solo über die linke Seite flankte Werder-Neuzugang Leonardo Bittencourt auf Klaassen, der im Strafraum zu Fall kam. Welz entschied sofort auf Elfmeter, musste anschließend dennoch länger Rücksprache mit Dankert halten, bevor er Elfmeter gab und Klaassen zur Führung traf.

          Die Gastgeber rannten in der Folge mutig an, versuchten den Schock des frühen Rückstands schnell abzulegen – und es gelang. Nach einer Berliner Ecke sprang Bremens Innenverteidiger Christian Groß der Ball an die Hand. Das Spiel lief kurz weiter, ehe Welz nach Intervention des VAR auf den Handelfmeter entschied, der Union den Ausgleich bescherte.

          Komplett war das Videobeweis-Chaos nach der Halbzeit, als Union-Kapitän Trimmel Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie im Strafraum am Trikot hielt. Im Stadion war das Vergehen kaum zu sehen, erst als sich Dankert aus Köln meldete, gab es Elfmeter.

          Den konnte Gikiewicz zwar halten, die nachfolgende Ecke von Nuri Sahin verwertete Füllkrug trotzdem zur Führung. Im Anschluss drängte Union auf den abermaligen Ausgleich, doch auch die Bremer ließen nicht nach.

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