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Mönchengladbach : Favre hält seiner Borussia die Treue

  • Aktualisiert am

Bleibt Trainer in Gladbach: Lucien Favre Bild: dpa

Trotz des 0:0 bei Eintracht Frankfurt hat Borussia Mönchengladbach die Qualifikation für die Champions League fest im Blick. Dabei dürfen die Gladbacher weiter mit Trainer Lucien Favre planen: Der Schweizer hat der anderen Borussia eine Absage erteilt.

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          Auf dem Weg zur Direkt-Qualifikation für die Champions League kamen die Gladbacher Himmelsstürmer am Freitag bereits vor dem Spiel ins Stocken. Bei der Anreise zur Partie in der Frankfurter Arena wurde das Team von Trainer Lucien Favre ein Opfer des zusammenbrechenden Verkehrs. Da zwischenzeitlich auf den Zufahrtsstraßen nichts mehr vorwärtsging, machten sich die Borussen zu Fuß auf in Richtung Stadion. Etwa einen Kilometer seien sie gelaufen, berichtete Kapitän Tony Jantschke später. Dann legte sich das Chaos und der Mannschaftsbus sammelte die Profis für die letzten Meter wieder ein.

          Im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League sehen sich die Spieler und Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach aber auch trotz dieser ungewöhnlichen Vorbereitung auf das später folgende 0:0 bei der Frankfurter Eintracht weiter auf Kurs. „Das war kein Rückschlag“, sagte Sportdirektor Max Eberl nach dem ersten Unentschieden der Gladbacher nach zuvor vier Siegen in Serie in der Fußball-Bundesliga.

          „Den vierten Platz absichern“

          Immerhin blieb die Elf vom Niederrhein im neunten Spiel nacheinander ungeschlagen und liegt in der Tabelle weiter drei Punkte vor Bayer Leverkusen. Allerdings können die Leverkusener am Samstag mit einem Heimsieg gegen Hannover 96 (15.30 Uhr / Live bei Sky und im Bundesligaticker auf FAZ.NET) an Gladbach vorbeiziehen.

          Kampf auf Biegen und Brechen: Frankfurts Anderson (l.) im Duell mit Gladbachs Herrmann (r.) Bilderstrecke
          Kampf auf Biegen und Brechen: Frankfurts Anderson (l.) im Duell mit Gladbachs Herrmann (r.) :

          „Wir wollen jetzt erst einmal den vierten Platz absichern und dann schauen wir weiter“, äußerte sich auch Rechtsverteidiger Tony Jantschke gelassen. „Leverkusen kommt ja auch noch zu uns, von daher hat sich nichts geändert.“ Die Gladbacher empfangen Bayer am drittletzten Spieltag im eigenen Stadion.

          In Frankfurt begannen die Gladbacher vor 51.500 Zuschauern gewohnt schwungvoll und hatten durch Patrick Herrmann in der elften Minute die große Chance zur Führung. Der Flügelflitzer scheiterte nach feiner Vorarbeit aber per Volleyschuss am stark reagierten Kevin Trapp im Eintracht-Tor. „Wenn ich den mache, läuft die Partie anders“, meinte Herrmann später.

          Doch wie seine Teamkollegen tat sich auch Herrmann in der Folgezeit sehr schwer, was auch dem couragierten Auftritt der Frankfurter geschuldet war. Die Mannschaft von Thomas Schaaf stemmte sich mit großem Einsatz gegen die spielerische Überlegenheit der Gäste und unterband mit aggressivem Pressing den Spielaufbau des Favoriten. Vor allem Gladbachs Mittelfeld-Stratege Granit Xhaka fand so nie seinen Rhythmus und leistete sich erstaunlich viele leichte Ballverluste.

          Trainer Lucien Favre sah sich durch das Remis in seiner mahnenden Haltung bestätigt. „Es bleibt noch viel, viel zu tun“, sagte der Schweizer. „Wir hatten heute nicht unseren besten Tag, aber das Ergebnis ist in Ordnung. Wir haben zu Null gespielt, das ist gut“, sagte Favre.

          Darüber hinaus erteilte Favre nach dem Spiel den Spekulationen über einen Wechsel zu Borussia Dortmund eine klare Absage. „Ich kann nur sagen: Ich werde die nächste Saison nicht Dortmund trainieren“, sagte Favre. Nach dem angekündigten Abschied von Jürgen Klopp aus Dortmund zum Saisonende war auch der Name des Schweizers als potenzieller Nachfolger genannt worden. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bedachte die Gerüchte mit einem Lachen. „Das Trainerbeben ist nicht bis zu uns vorgedrungen“, sagte Eberl. Favre besitzt in Gladbach noch einen Vertrag bis 2017.

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