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4:1 in Düsseldorf : Ein großes Ausrufezeichen von Gladbach

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Lars Stindl (Mitte) erzielte gleich zwei Tore für Gladbach in Düsseldorf. Bild: EPA

Erstmals seit Anfang November siegt die Borussia wieder auswärts und zeigt, dass sie im Titelkampf munter mitmischt. Im Derby in Düsseldorf gelingt ein klarer Sieg. Die Fortuna bleibt tief im Tabellenkeller stecken.

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          Borussia Mönchengladbach bleibt dank des ersten Sieges seit 30 Jahren im Niederrhein-Derby bei Fortuna Düsseldorf im Titelrennen der Fußball-Bundesliga. Am Samstagabend war das Team von Trainer Marco Rose beim 4:1 (1:1) in einem begeisternden Duell auch erstmals seit dem 2. November wieder auswärts erfolgreich. Jonas Hofmann (22. Minute), Kapitän Lars Stindl (51./77.) und der frühere Fortune Florian Neuhaus (82.) betrieben Wiedergutmachung für die 1:3-Schmach vor knapp einem Jahr unter Rose-Vorgänger Dieter Hecking in Düsseldorf. Für die glücklose Fortuna war nur Erik Thommy (29.) vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena erfolgreich.

          Bundesliga

          Mit 42 Zählern bleibt Gladbach punktgleich Vierter mit Borussia Dortmund, hat aber durch das in der Vorwoche ausgefallene große Rheinderby gegen den 1. FC Köln noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz. „Über die Dauer des Spiels haben wir unsere Qualitäten immer besser auf den Platz gebracht und dann insgesamt auch verdient gewonnen“, sagte Kapitän Stindl. „Es waren viele Sachen, die dann einfach aufgegangen sind“, sagte Rose über die Umstellung und die damit verbundene Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

          Die Fortuna konnte ihre zu Beginn ansprechende Leistung wieder nicht über 90 Minuten halten. Damit hat Düsseldorf unter dem neuen Trainer Uwe Rösler weiter nur 17 Punkte und bleibt Drittletzter. Der Nachfolger des beurlaubten Friedhelm Funkel wartet damit nach zuvor zwei Unentschieden auf den ersten Sieg. „Die erste Halbzeit war richtig gut“, sagte Torschütze Thommy. „Jetzt stehen wir da mit null Punkten, das haben wir uns natürlich anders vorgestellt.“ Rösler urteilte: „Wir haben unheimlich viel investiert. Aber die Niederlage wird nicht entscheiden, ob wir in der Liga bleiben oder nicht.“

          Im 50. Nachbarschafts-Duell mit der Borussia begegneten die stark abstiegsgefährdeten Düsseldorfer dem Titelkandidaten aber über weite Strecken auf Augenhöhe. Insbesondere spielerisch sind die Düsseldorfer seit dem Trainerwechsel kaum wiederzuerkennen. Auch taktisch ist die Fortuna inzwischen mutiger und agierte ähnlich wie Borussia mit einer Dreier-Abwehrkette und frühem Pressing. Da sich die Gladbacher diesmal indes nicht so überrumpeln ließen wie beim letzten Spiel in Düsseldorf, als es nach 16 Minuten bereits 3:0 für Fortuna gestanden hatte, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die individuelle Klasse Borussias letztlich entscheidend war.

          Vor der Führung der Gäste trat Fortunas Nana Ampomah nach feinem Zuspiel von Valon Berisha in aussichtsreicher Position über den Ball. Im Gegenzug netzte Hofmann nach einem tollen Pass des überragenden Marcus Thuram kaltschnäuzig ins lange Eck ein. Beeindruckend war, wie der Abstiegskandidat spielerisch dagegen hielt und sich immer wieder befreite. Ansehnlich war auch der verdiente Ausgleich von Thommy, der sich zunächst gekonnt gegen Stefan Lainer durchsetzte und anschließend Gladbachs Keeper Yann Sommer keine Chance ließ.

          Die Borussia aber zog nach der Pause noch einmal an und war auch wesentlich entschlossener als in vielen Spielen zuvor in Düsseldorf, wo überhaupt nur ein einziger Sieg in den vergangenen 39 Jahren gelungen war – bis Samstag. Nur sechs Minuten nach der Pause legte erneut Thuram nach gelungenem Direktspiel zuvor Kapitän Stindl auf, der keine Probleme hatte, zur erneuten Führung abzustauben.

          Wie schon beim 1:1 vor einer Woche in Wolfsburg hielt Fortuna das Niveau der ersten Hälfte nicht über die gesamte Spieldauer durch. Gladbach drückte auf weitere Tore und wurde durch den dritten Saisontreffer Stindls sowie das 4:1 durch Neuhaus belohnt. Die Fortuna beendete das Spiel zu zehnt, da Alfredo Morales nach einem Zusammenprall mit Tobias Strobl vom Feld musste und Rösler bereits dreimal ausgewechselt hatte.

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