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Dortmund mit Trainer Terzic : Gleich zwei Warnungen für den „neuen“ BVB

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„Das ist jetzt der Maßstab an Wille und Einsatz“: Dortmund-Trainer Edin Terzic nach seinem Debüt. Bild: dpa

Der Einstand von Edin Terzic als neuer Trainer bei Borussia Dortmund ist gelungen. Die Änderungen im Vergleich zu Vorgänger Lucien Favre sind offensichtlich. Doch nun wartet eine ziemlich knifflige Aufgabe.

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          Mehr Leidenschaft, mehr Mut, mehr Miteinander. Edin Terzic hat bei Borussia Dortmund ein neues Wir-Gefühl geweckt. Nach dem erfolgreichen Einstand des „Adrenalin-Spenders“ („Kicker“) will der Bundesliga-Vierte am Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga, im ZDF und bei DAZN) im Duell mit Union Berlin den nächsten Schritt Richtung sportlicher Konsolidierung machen. Der Favre-Nachfolger hofft auf einen ähnlich engagierten Auftritt seiner Mannschaft wie beim 2:1 in Bremen: „Das ist jetzt der Maßstab an Wille und Einsatz, den wir immer zeigen müssen.“

          Bundesliga

          Ein Spiel bei den Eisernen taugt als Gradmesser, wie weit Terzic in seinem Bemühen ist, der hochbegabten Borussia die Launenhaftigkeit auszutreiben. Dass es schwer ist, im Stadion An der Alten Försterei zu bestehen, bekam der BVB am dritten Spieltag der vergangenen Saison schmerzhaft zu spüren, als der damalige Aufsteiger aus Berlin mit einem 3:1-Erfolg für Furore sorgte und der hochgehandelten Borussia den Schneid abkaufte. „Da hat man gesehen, was für Energie in diesem Verein steckt“, kommentierte Terzic.

          Und auch das 1:1 des FC Bayern am vergangenen Samstag an gleicher Stätte dürfte den BVB-Profis Warnung genug sein. Terzic machte aus seiner Wertschätzung für das Team seines Kollegen Urs Fischer keinen Hehl: „Normalerweise ist ja das zweite Jahr in der Bundesliga schwerer als das erste. Aber sie lassen sich das gar nicht anmerken und sind sehr stabil und mutig.“ Fischer gab das Lob zurück. „Sie waren sehr aggressiv, gingen immer wieder ins Pressing. Ich glaube, Nuancen zu sehen, die sich ein bisschen verändert haben“, lobte er den Auftritt der Borussia in Bremen.

          Doch bei aller Wertschätzung für Terzic äußerte der Schweizer Unverständnis über den Umgang mit dem inzwischen freigestellten Favre: „Er hat sehr viel Kritik einstecken müssen. Für mich zum Teil absurd.“ Fischer verwies auf den Fakt, dass Favre der nach Punkten beste Dortmunder Trainer gewesen sei und zudem eine dynamische und schnelle Spielweise entwickelt habe: „Da fragst du dich als Trainerkollege, was willst du machen?“, bemerkte der Union-Coach.

          In Dortmund sind solche Debatten um Favre jedoch bereits abgeschlossen. Mit einem Erfolg in Berlin und vier Tage später im Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig wäre die Borussia wieder halbwegs in der Spur und könnte für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen. Ähnlich wie Terzic gab auch Sportdirektor Michael Zorc die Richtung vor: „Ich hatte in Bremen den Eindruck, die Mannschaft will den Erfolg erzwingen. Das hat mir gefallen.“

          Nicht nur auf dem Platz, sondern auch an der Seitenlinie ging es in Bremen lebhafter zu als noch unter der Regie des eher zurückhaltenden und leisen Favres. Mit lautstarken Kommandos will Terzic seinen Profis auch in Berlin Energie zuführen. Dass auch Ersatzspieler wie Emre Can am Dienstag zu dieser Art von Motivation beitrugen, ist ganz im Sinne des Trainers: „Wenn wir das Maximum fordern und erreichen wollen, müssen wir auch das Maximum vorleben. Dazu gehören alle.“

          Die schwindenden Personalsorgen schüren die Zuversicht. Mit Mittelfeldspieler Thomas Delaney und Außenverteidiger Thomas Meunier stehen zwei zuletzt verletzte Profis vor der Rückkehr in den Kader. „Wir hoffen, dass sie wieder einsatzfähig sind“, sagte Terzic. Ob der in Bremen kurz vor Schluss mit Muskelproblemen ausgewechselte Abwehrchef Mats Hummels dabei ist, ließ der Coach offen.

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