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Borussia Dortmund : Die schwere Suche nach dem Aubameyang-Ersatz

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Pierre-Emerick Aubameyang spielt für Gabun beim Afrika-Cup – und fehlt Borussia Dortmund derzeit. Bild: dpa

Weil er als einer der großen Stars beim Afrika-Cup spielt, fehlt Pierre-Emerick Aubameyang dem BVB vorerst. Wer ersetzt den Stürmer in der Zeit? Es deutet sich ein Favorit an – und zwei Alternativen.

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          Den ersten Treffer im ersten Trainingsspielchen des neuen Jahres schoss der Mann, der für den Moment des Torschusses lebt und arbeitet: Adrian Ramos. Er steht während des Trainingslagers der Dortmunder Borussia in Marbella und mehr noch in den kommenden Wochen ausnahmsweise im Blickpunkt der Neugier, gilt doch der dreißig Jahre alte Kolumbianer als erster Kandidat, den derzeit abwesenden besten Bundesliga-Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang angemessen zu vertreten. Der Stürmerstar des BVB ist nämlich fern von seinem deutschen Revier dazu ausersehen, Gabun bei der Afrikameisterschaft weit voranzubringen auf der Fußball-Weltkarte.

          Der 27 Jahre alte Fußball-Genießer, in Deutschlands höchster Liga während dieser Spielzeit bei fünfzehn Einsätzen sechzehn Mal erfolgreich, ist einer der großen Stars beim African Cup of Nations, der diesmal in Aubameyangs Heimatland ausgetragen wird. Am 14. Januar beginnt das Turnier, dessen krönender Abschluss am 5. Februar sein wird. Ginge es nach Afrikas Fußballer des Jahres 2015, mit ihm in der Hauptrolle des Endspielhelden. Das hieße im Umkehrschluss für die Borussia, dass sie drei Meisterschaftsspiele ohne ihn auskommen müsste. Und das in einer Phase, in der die momentan nur auf Platz sechs notierten Schwarz-Gelben aller Welt zeigen wollen, dass sie ihren Anspruch, die Nummer zwei der Liga nach dem FC Bayern München zu sein, noch lange nicht aufgegeben haben.

          Wie soll das dennoch klappen bei den Auswärtsspielen in Bremen und Mainz sowie dem Heimspiel gegen RB Leipzig, dem momentan zweitplazierten Aufsteiger ohne jede Höhenangst? Schließlich hat Trainer Thomas Tuchel über den Gabuner während der Hinrunde einmal gesagt: „Wir können unsere Ziele nicht ohne Auba erreichen. Er macht alle besser und kann in jeder Sekunde den Unterschied ausmachen.“

          Bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres wurde der Dortmunder (links) Zweiter.

          Eine solche Faszination wie der bedrohlich geschmeidige Aubameyang strahlt der bullige Ramos bei weitem nicht aus. Der Kolumbianer kam bisher nur auf sieben Bundesligaspiele in seiner dritten BVB-Saison und schoss während seiner Teilzeiteinsätze gerade einmal zwei Tore. Im Schatten des charismatischen Aubameyang trotzdem aufzublühen, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Und dennoch genießt dessen nur sporadisch gebrauchter erster Stellvertreter im Sturmzentrum unter seinen Mitspielern höchstes Vertrauen. Kapitän Marcel Schmelzer sagte am Freitag über Ramos: „Er ist ein super Typ und ein sehr guter Spieler, der seine Rolle komplett akzeptiert. Das macht ihn so besonders. Adrian haut sich für die Mannschaft rein.“

          Für Schmelzer ist es „keine Frage“, dass Ramos der erste Anwärter auf die Aubameyang-Vertretung ist, auch weil er stets „auf sehr hohem Niveau trainiert“. Beim 4:1-Testspielerfolg über den niederländischen Meister PSV Eindhoven nahm er am Samstag den Angreiferplatz in der Anfangsformation ein, ohne Tore für sich sprechen zu lassen. Mittelstürmer gegen Mittelstürmer, das wäre die naheliegende Lösung für die Zeit, in der Aubameyang seinem Land zu Diensten ist. Tuchel macht sich aber nicht nur über Ramos, sondern auch über Marco Reus und André Schürrle als zentrale Aushilfsstürmer seine Gedanken.

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