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Dortmunder 0:0 gegen Wolfsburg : „So kann es nicht weitergehen“

  • -Aktualisiert am

Ein bisschen Pech ist auch dabei: Sancho trifft den Pfosten Bild: dpa

Nicht nur Sportdirektor Zorc rätselt über Aubameyang. Der suspendierte Torjäger fehlt beim 0:0 gegen Wolfsburg. Seine jungen Vertreter treffen das Tor nicht. Das Publikum pfeift drauf.

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          Das Jahr 2018 soll bei Borussia Dortmund ruhiger werden als das vergangene. Sehr wahrscheinlich wird es das auch, denn das Jahr 2017 war außergewöhnlich wegen des Bombenanschlags auf das Leben der Trainer und Spieler. Die Aufregung, die es im Januar 2018 um Pierre-Emerick Aubameyang gibt, ist dagegen lächerlich. Aber doch stört sie den Betrieb des BVB.

          Aubameyang sorgte schon im Trainigslager für ein Grollen, als er seinen Vater und zwei Brüder im Mannschaftshotel einquartierte. Am Sonntag fehlte er zum zweiten Mal in dieser Saison aus disziplinarischen Gründen. Aubameyang hatte am Samstag die Besprechung vor dem Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg geschwänzt.

          Bundesliga

          Und das folgende 0:0 passte zum Geschehen auf bescheidenem Niveau. Borussia Dortmund verpasste so den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und gab zum ersten Mal unter Peter Stöger Punkte ab. Die Fans des BVB verabschiedeten ihre Mannschaft mit Pfiffen. Der Trainer war dennoch nicht unzufrieden: „Wir haben zu Null gespielt. Wenn wir unsere Chancen etwas besser nutzen, gewinnen wir das auch.“ Und wenn Aubameyang dabei gewesen wäre, hätte das vielleicht auch geklappt.

          „Weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht“

          War er aber nicht, und BVB-Sportdirektor Michael Zorc ging beim Fernsehsender „sky“ hart mit dem Gabuner ins Gericht: „Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Wir haben heute ein sehr kontroverses Gespräch gehabt. Ein solches Verhalten kannte ich vorher von ihm nicht.“ In den ersten Jahren beim BVB sei Aubameyang „immer sehr professionell“ gewesen, so Zorc, der gleichwohl erwartete, dass der Torjäger an diesem Montag zum Training erscheinen wird. Selbst ein Vereinswechsel von Aubameyang noch im Winter scheint aber möglich. „Wir müssen jetzt hier nicht spekulieren. Aber so kann es nicht weitergehen“, sagte Zorc.

          Stöger überraschte mit seiner Aufstellung. André Schürrle, der auf Einsätze hofft, um sich für die Nationalmannschaft zu empfehlen, saß trotz des Fehlens von Aubameyang sowie des noch nicht einsatzfähigen Marco Reus und des verletzten Max Philipp zunächst auf der Bank. Stattdessen spielte der 18 Jahre alte Alexander Isak im zentralen Angriff, der noch ein Jahr jüngere Jadon Sancho besetzte bei seinem Debüt in der Startelf die linke Seite, auf der Schürrle sich auch wohl fühlt. Auf der anderen Angriffsseite fiel Andrej Jarmolenko auf – allerdings mit vergebenen Torchancen.

          Vor allem nach dem besten Angriff der Borussia während des gesamten Spiels hätte der Ukrainer treffen sollen. Eine Vorlage von Mario Götze, der nach seiner Verletzungspause eine gute Leistung zeigte, schoss Jarmolenko freistehend aus sechs Metern über das Tor (48.). Mit dieser Aktion begann die beste Phase des BVB. Sancho, der mit einem mutigen Auftritt überzeugte, traf nur den Pfosten (50.). Das war Isak schon drei Minuten vor der Pause passiert, ebenfalls nach einem sehenswerten Pass von Götze.

          Keine Tore, keine Ruhe: Alexander Isak ärgert sich

          Der Wolfsburger Trainer Martin Schmitt wechselte in der 64. Minute Renato Steffen ein – und sicherte dem 26 Jahre alten Schweizer damit einen kleinen Eintrag in der Bundesliga-Statistik. Der Wintereinkauf vom FC Basel ist der 6000. Spieler, der in der Bundesliga zum Einsatz kam. Ihm wird wohl bald ein weiterer Profi des FC Basel folgen. Manuel Akanji landete am Sonntag zum Medizin-Check in Dortmund. „Wir sind dabei, die letzten Details zu fixieren und hoffen, in Kürze Vollzug melden zu können“, sagte Zorc.

          Mit dem 0:0 konnte der VfL, der einige Male an Bürki gescheitert war, besser leben als die Borussia. „Wir haben den Eindruck, dass der Punkt nicht ganz geklaut, sondern auch ein bisschen verdient ist“, sagte Trainer Schmidt. So oder so dürfte die kommende Woche in Wolfsburg ruhiger werden als in Dortmund.

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