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Fußball-Bundesliga : Dortmunder Neustart am Tiefpunkt

Durchstarten von Platz 13? Jürgen Klopp und Borussia Dortmund wollen wieder Höhenluft schnuppern Bild: dpa

Nach dem schlechtesten Bundesliga-Start in der Ära Jürgen Klopp rückt Borussia Dortmund zusammen. Die Rückkehr der Verletzten soll mit dem Spiel in Köln am Samstag die Wende bringen.

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          Was Borussia Dortmund da punktgenau zum Start der Fußball-Bundesliga im August ankündigte, war mehr als nur ein Signal, dass der Verein national weiterhin der größte Konkurrent der Münchner Bayern bleiben und international ein Stückchen näher an die illustren Klubs heranrücken will.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Eine Kapitalerhöhung brachte rund 114 Millionen Euro. Und dass nebenbei Puma zu einem der Großaktionäre wurde, ließ die Hoffnung der Fans wachsen, im Poker um die Vertragsverlängerung des umworbenen Stars Marco Reus, einer der Werbefiguren von Puma, künftig einen nicht zu unterschätzenden Joker in der Tasche zu haben.

          Für’s erste aber hatte sich die Borussia vor allem für diese Saison personell gut aufgestellt. Der Weggang von Torjäger Robert Lewandowski zu den Bayern schien durch die Verpflichtungen von Ciro Immobile, dem Torschützenkönig der Seria A, und des bundesligaerprobten Kolumbianers Adrian Ramos (zuvor Hertha BSC) bestmöglich kompensiert. Auch auf die Notsituation der Vorsaison in der Abwehr, als der ehemalige Nationalspieler Manuel Friedrich aus dem Ruhestand geholt werden musste, hatte der Verein reagiert und Jungnationalspieler Matthias Ginter für zehn Millionen Euro vom SC Freiburg geholt.

          Nach zwei Jahren, in denen der FC Bayern den deutschen Meistertitel mit 25 und 19 Punkten vor dem BVB geholt hatte, deutete also vieles darauf hin, dass es diesmal wieder zu einem echten Zweikampf kommen könnte. Und dass die Borussia den vor Saisonbeginn ausgespielten Supercup gegen die Bayern gewann, bestätigte diese Einschätzung.

          Verletzungswelle in Dortmund fällt auf

          Knapp zwei Monate später ist die größtmögliche Ernüchterung eingekehrt. „Es glaubt uns ja niemand, aber unser allerkleinstes Problem ist irgendein Abstand zu Bayern München“, sagt Trainer Jürgen Klopp. Dass der Bundesliga ein weiterer, vielleicht sogar noch dominanterer Münchner Alleingang droht, ist ganz gewiss nicht die dringendste Sorge in Dortmund. In der Ära von Klopp, der 2008 kam und dem auf wackeligen Beinen stehenden Verein mit zwei Meistertiteln, einem Pokalsieg, einem Einzug ins Finale der Champions League und vor allem mit der viermaligen Qualifikation für die Königsklasse die Basis für eine märchenhafte wirtschaftliche Gesundung gab, ist der BVB noch nie so schlecht gestartet wie diesmal.

          Platz 13 nach sieben Spieltagen, eine negative Tordifferenz bei nur sieben Punkten, nur ein Zähler aus den letzten vier Bundesligaspielen, die neben der für alle BVB-Fans ohnehin schlimmen Niederlage im Derby gegen Schalke auch noch eine Heimschlappe gegen den Tabellenletzten Hamburger SV parat hielten. Der Abstand zu den Bayern (zehn Punkte) gerät da zur Petitesse – der Rückstand von sechs Zählern auf einen direkten Champions-League-Platz steht schon eher im Fokus.

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