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2:1 gegen Bremen : BVB trotz Überzahl nur glücklicher Sieger

  • -Aktualisiert am

Dortmunds Schürrle hat gut Lachen: Der Nationalspieler erzielte sein erstes Bundesligator für den BVB. Bild: dpa

Dortmund startet furios, lässt aber genauso furios nach - trotz Überzahl. Die Bremer kommen zum Ausgleich. Zwei Wechsel von Thomas Tuchel bringen dann die Entscheidung.

          Der Auftrag lautet Champions League, daran muss sich Trainer Thomas Tuchel messen lassen. Durch das schwer erkämpfte 2:1 bei Werder Bremen ist sein hochveranlagtes Dortmunder Team diesem Ziel ein Stück näher gekommen. Gegen zehn Bremer –– Drobny sah Rot (39. Minute) – trafen Schürrle (5.) und Piszczek (71.) beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Bartels (59.).

          Marco Reus liegt am Boden und hält sich den Oberschenkel: Jaroslav Drobny hatte ihn zuvor rüde gefoult und dafür zurecht die Rote Karte gesehen.

          Schon die erste Halbzeit bot beste Unterhaltung. Dortmund legte mit Tempo und Spielfreude los und überrumpelte Werder. Nach einem Presseschlag Serge Gnabrys kam der Ball zu André Schürrle, der nahm ihn auf und umkurvte Jaroslav Drobny im Bremer Tor. Er schob mit links zur Dortmunder Führung ein – das erste Saisontor des Stürmers. Der BVB wirbelte die Bremer ordentlich durcheinander; Werder musste sich erstmal sammeln. Langsam gelang das der Nouri-Elf, und Fin Bartels hatte in der 18. Minute eine gute Ausgleichchance, die Roman Weidenfeller im Borussen-Tor verhinderte. Die Partie wurde etwas ausgeglichener. Werders neuer Däne, Thomas Delaney vom FC Kopenhagen, machte seine Sache im defensiven Mittelfeld gut und hätte beinahe zum 1:1 getroffen, wäre da nicht Weidenfellers Fuß gewesen (35.).

          Vier Minuten später kam Drobny gegen Marco Reus zu spät und trat den Dortmunder Stürmer beim Herauslaufen um. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte dem Torwart die Rote Karte. Claudio Pizarro verließ das Feld, um Platz für Felix Wiedwald zu schaffen. Da schon Gnabry verletzt raus musste, war die Bremer Offensive gesprengt. Trotzdem gehörte die Zeit bis zur Pause Werder – und der starke Clemens Fritz hatte Pech, dass sein Schuss von der Unterkante der Latte kurz vor der Torlinie aufprallte.

          Auch Dortmund zeigte seine geballte Offensivkraft. Vielleicht hat der BVB auch schon Ersatz für den abgewanderten Ramos; Alexander Isak vom AIK Solna soll kommen – im Raum stehen knapp 9 Millionen Euro Ablöse. Die Schwächen des BVB liegen aber in der Abwehr, und diese nutzte Fin Bartels nach beherztem Antritt an Sokratis vorbei zum 1:1 (59.).

          Tuchel brachte Dembélé und Raphael Guerreiro (70.), und das fruchtete unmittelbar – in der 71. Minute traf Lukas Piszczek zum 2:1-Siegtreffer. Vorbereitet hatte den Treffer der eingewechselte Guerreiro. Doch anschließend war Werder dem Ausgleich näher als der BVB dem dritten Treffer, der naiv mit seinen Kontermöglichkeiten umgegangen ist.

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